Tausende „Schutzengel“ haben gespendet
Eleni kann Weihnachten zu Hause feiern

Münster -

Familie Mavidis kann nach 14 Monaten endlich nach Griechenland zurückkehren und dort Weihnachten feiern. So lange dauerte die Behandlung ihrer kleinen Tochter Eleni, die nur durch Spenden möglich war.

Freitag, 21.12.2018, 20:00 Uhr
Familie Mavidis freut sich nach der erfolgreichen Behandlung von Eleni auf ihr gemeinsames Weihnachtsfest in Griechenland: Mutter Sandra (40) mit Eleni (3) und Vater Janis (42) mit Töchterchen Raphaelia (acht Monate).
Familie Mavidis freut sich nach der erfolgreichen Behandlung von Eleni auf ihr gemeinsames Weihnachtsfest in Griechenland: Mutter Sandra (40) mit Eleni (3) und Vater Janis (42) mit Töchterchen Raphaelia (acht Monate). Foto: Malteser Hilfsdienst

Das wird ein glückliches Weihnachtsfest für die kleine Eleni und die Familie Mavidis. Bei dem Mädchen aus Griechenland war ein bösartiger Tumor im Bauchraum gefunden worden. Krebs – ein Schock für die Familie. Weil die Ärzte der Dreijährigen zu Hause in Griechenland nicht mehr helfen konnten, kam die Familie nach Münster. An der Uniklinik wurde das Mädchen laut einer Pressemitteilung erfolgreich behandelt – mit Chemotherapien und Bestrahlungen.

Da der Familie aber das Geld ausging und keine Kasse für die Kosten aufkam, geriet die Behandlung ins Stocken. Verzweifelt wandte sich die Familie an die Malteser. In ihrer Sprechstunde für Menschen ohne Krankenversicherung kümmern sie sich jährlich um knapp 300 Patienten. Angerührt von Elenis Schicksal erklärten sie sich sofort bereit, die Spendensammlung unter dem Motto „Schutzengel für Eleni“ für das Mädchen zu übernehmen.

Therapie tapfer durchgestanden

Mit Erfolg: Bis heute haben 426 „Schutzengel“ knapp 40.000 Euro für Eleni gespendet und so die Behandlung erst möglich gemacht. Doch die Spendensammlung geht weiter. Inklusive der Nachbehandlung werden insgesamt rund 70.000 Euro gebraucht. Denn nur wenn Eleni regelmäßig wiederkommt, können die Ärzte den jetzigen Therapieerfolg sichern.

Eleni habe die Therapie an der Uniklinik mittlerweile tapfer durchgestanden, heißt es in der Pressemitteilung der Malteser weiter. Die Ärzte seien mit dem Heilungsverlauf sehr zufrieden. Das bedeutet: Die Familie Mavidis kann nun nach 14 Monaten endlich nach Griechenland zurückkehren. Erst im Frühjahr müssen sie zu weiteren Nachsorgeuntersuchungen wieder nach Münster kommen.

Trotzdem ist Mutter Sandra Mavidis sichtlich erleichtert. „Endlich geht’s für uns zurück nach Hause. Dort sehen wir auch unsere zwei Söhne wieder, die in der Zwischenzeit bei den Großeltern untergekommen waren.“ Vor allem Eleni freut sich auf ihr erstes „richtiges“ Weihnachtsfest in den eigenen vier Wänden. Noch im vergangenen Jahr musste sie die Feiertage im Krankenhaus verbringen. Jetzt ist die Familie beim Weihnachtsfest wieder vereint.

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