Operation im Franziskus-Hospital
Diagnose Darmkrebs: Jetzt spielt Bobby Wren wieder Eishockey

Münster -

Eishockey-Spieler Bobby Wren war 40, als er die niederschmetternde Diagnose Darmkrebs bekam. Im münsterischen Franziskus-Hospital wurde er erfolgreich behandelt. Nun kann er wieder Eishockey spielen.

Samstag, 22.12.2018, 14:00 Uhr aktualisiert: 22.12.2018, 14:21 Uhr
Bobby Wren steht nach seiner überwundenen Krebserkrankung wieder auf dem Eis.
Bobby Wren steht nach seiner überwundenen Krebserkrankung wieder auf dem Eis. Foto: privat

Die Schicksals-Diagnose Darmkrebs riss den erst 40-jährigen Eishockey-Spieler Bobby Wren, der früher in der nordamerikanischen Profiliga NHL spielte, aus seiner Karriere und gefährdete sein Leben. Nach erfolgreicher Behandlung im St.-Franziskus-Hospital steht er heute wieder auf dem Eis und punktet für ein Team in Süddeutschland.

„Mir wurde im Franziskus-Hospital ein zweites Leben geschenkt – dafür werde ich immer dankbar sein“, sagt der heute 44-jährige Eishockey-Profi Bobby Wren. Der gebürtige Kanadier kam nach seinen frühen Profi-Einsätzen in Nordamerika nach Europa und wurde einer der besten Stürmer der Deutschen Eishockey-Liga. „Als Herr Wren zu uns in die Darmsprechstunde kam, war bei ihm bereits Darmkrebs festgestellt worden“, berichtet Prof. Dr. Matthias Brüwer, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie und Leiter des Zentrums für Darmerkrankungen am St.-Franziskus-Hospital Münster. Nach einer fünfwöchige Chemotherapie und zwei Bestrahlungen konnte der Tumor im Januar 2015 minimal-invasiv entfernt werden.

Vorsorge rettet Leben

„Als Profi-Sportler, der sich sonst immer auf seinen Körper verlassen konnte, hat Bobby sehr mit der Krankheit gekämpft“, erinnert sich Ehefrau Julia Wren. „Umso glücklicher sind wir, dass er jetzt wieder topfit ist.“ Tatsächlich absolvierte der gebürtige Kanadier bereits acht Monate nach der Operation sein erstes Spiel – und schoss nach sechs Sekunden ein Tor, das ganz besonders gefeiert wurde. „Die frühere Kondition wiederzuerlangen, brauchte harte Arbeit und viel Geduld“, erinnert sich Wren, „aber der Einsatz hat sich gelohnt – ich genieße jeden Tag auf dem Eis!“ Inzwischen hat der Eishockey-Profi auch ein eigenes Unternehmen gegründet, das sich unter dem Slogan „Wren Hockey Fights Cancer“ im Kampf gegen Darmkrebs engagiert.

Bobby Wren sei sich bewusst, dass bei seiner Heilung auch eine Portion Glück dabei war, denn der Krebs war schon lokal fortgeschritten, heißt es in einer Pressemitteilung des Hospitals. Heute weiß er, dass es gut gewesen wäre, früher Vorsorge-Untersuchungen wahrzunehmen, denn auch sein Vater und sein Onkel waren in jungen Jahren an Darmkrebs erkrankt. „Wenn in der engen Verwandtschaft bereits Krebserkrankungen aufgetreten sind, empfehlen wir, mit der Vorsorge zu beginnen, wenn man zehn Jahre jünger ist als der Verwandte zum Zeitpunkt der Diagnose“, erläutert Brüwer. Seinem Patienten Bobby Wren empfahl der Chefarzt außerdem eine genetische Beratung – auch ein Aspekt der Vorsorge, in diesem Fall für Bobbies Geschwister und irgendwann einmal vielleicht für seine Kinder.

Vorsorge rettet Leben: Darin sind sich Bobby Wren und Professor Brüwer einig. Und sehr froh darüber, dass in der Region eine gute Vernetzung für die Behandlung von Darmkrebs besteht: Die Überweisung zum St.-Franziskus-Hospital kam von Dr. Jochen Veit aus Nordwalde, dem Mannschaftsarzt in Wrens ehemaliger Mannschaft „Iserlohn Roosters“.

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