Daniel Meyer bei „Bares für Rares“
Vom Trödelhändler zum TV-Promi

Münster -

Seit fünf Jahren ist der münsterische Antiquitätenhändler Daniel Meyer bei „Bares für Rares“ dabei. Im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet er unter anderem, was aus einer 25.000 Euro teuren Goldmünze wurde, die er im Fernsehen ersteigert hatte.

Samstag, 29.12.2018, 13:20 Uhr aktualisiert: 29.12.2018, 13:27 Uhr
Daniel Meyer betreibt ein Auktionshaus an der Hörsterstraße. Zudem ist er regelmäßig bei „Bares für Rares“ zu sehen. Hier hat er auch die Löwen-Skulptur ersteigert.
Daniel Meyer betreibt ein Auktionshaus an der Hörsterstraße. Zudem ist er regelmäßig bei „Bares für Rares“ zu sehen. Hier hat er auch die Löwen-Skulptur ersteigert. Foto: Martin Kalitschke

Eine schmale Treppe führt in den Keller von Daniel Meyers Antiquitätenhandel. Hier unten gibt es ein regelrechtes Labyrinth aus Räumen. Überall befindet sich Kunst. Gemälde, Vasen, Skulpturen. Ein wenig sieht es aus wie in Tutanchamuns Grabkammer fünf Minuten nach ihrer Entdeckung. Doch Meyer weiß genau, wo sich was befindet. „Dort ist ein Bild von Käthe Kollwitz“, sagt Meyer und zeigt auf eine Ansammlung von Bilderrahmen, „und dort steht ein Gemälde von Wilhelm Morgner“. Große Kunst also.

Meyer ist 45 Jahre alt, hat Kunstgeschichte studiert und begann seine Händlerkarriere mit „Flohmeyers Kaufhaus“, einer Trödelhalle in der Nähe des münsterischen Hauptbahnhofs, die heute vermutlich „Sozialkaufhaus“ heißen würde. „Ich habe damals so manche Sache vor dem Sperrmüll gerettet, die heute wertvoll ist“, erinnert er sich.

Große Schätze

Mittlerweile hat er ein eigenes Auktionshaus an der Hörsterstraße – und ist zudem regelmäßig im Fernsehen zu Gast. Seit fünf Jahren ist Daniel Meyer einer der Händler in der ZDF-Erfolgsreihe „Bares für Rares“, in der Menschen alte Schätzchen zum Kauf anbieten. Jedes Jahr ist er in rund 50 Folgen zu sehen, auch 2019 wird er wieder vor der Kamera stehen.

Hunderte Objekte hat Meyer in den vergangenen Jahren bei „Bares für Rares“ gekauft – und einen Großteil später mit Gewinn weiterveräußert.

Eine Zehn-Dukaten-Münze aus dem Jahr 1648 zum Beispiel. Zusammen mit seinem TV-Händlerkollegen Fabian Kahl ersteigerte er sie für 25 000 Euro – „wir haben eine Dreiviertelstunde vor laufender Kamera Geldscheine gezählt“, erinnert er sich. Meyer und Kahl trafen damals die richtige Entscheidung – ein Philanthrop erwarb die Münze später für 33 000 Euro, berichtet er. „Den Gewinn haben wir geteilt.“

Prominente Käufer

Auch einen russischen Tauchanzug wurde er nach der Sendung schnell wieder los. „Aus der Schweiz riefen alleine sieben Tauchvereine bei mir an“, berichtet der Kunsthändler. Noch zu haben ist eine elegante Tiger-Skulptur. Das Art-déco-Objekt wurde von einem französischen Künstler entworfen und in Wien hergestellt. 300 Euro zahlte Meyer bei „Bares für Rares“. „Bislang habe ich sie noch nicht angeboten, aber ich bin sicher, dass sie schnell weg ist, wenn ich sie ins Schaufenster stelle.“ Als mögliche Zielgruppe kommen nach seiner Erfahrung unter anderem Alphatiere in Frage – „die stellen sich gerne mal einen Tiger auf den Schreibtisch“.

Die Firma, die vor einem Jahrhundert den Tiger herstellte, fertigte auch eine Frauenskulptur. Und die hat kürzlich ein Prominenter von Meyer erworben. „Ich bekam einen Anruf: Hallo, hier ist der Thomas. Doch ich sagte dem Mann, dass ich keinen Thomas kenne.“ Der Thomas stellte sich als Thomas Gottschalk heraus. Der berichtete, dass seine Frau „Bares für Rares“ liebe und dort die Frauenskulptur sah. „Die würde ich gerne meiner Frau zum Geburtstag schenken.“ Hoffentlich, sagt Meyer, sei die Figur nicht in Gottschalks Villa in Malibu verbrannt . . .

Schwanentaufe: Antiquitätenhändler Daniel Meyer schätzt Raritäten

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  • Bekannt ist er vor allem aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“. Dort können Menschen ihre Antiquitäten von Fachleuten schätzen lassen. Einer dieser Experten: Antiquitätenhändler Daniel Meyer. Was man sonst im Fernsehen sieht, war nun live bei der Schwanentaufe zu erleben: Meyer schätzte mitgebrachte Raritäten. Foto: abi
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  • Bekannt ist er vor allem aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“. Dort können Menschen ihre Antiquitäten von Fachleuten schätzen lassen. Einer dieser Experten: Antiquitätenhändler Daniel Meyer. Was man sonst im Fernsehen sieht, war nun live bei der Schwanentaufe zu erleben: Meyer schätzte mitgebrachte Raritäten. Foto: abi
  • Bekannt ist er vor allem aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“. Dort können Menschen ihre Antiquitäten von Fachleuten schätzen lassen. Einer dieser Experten: Antiquitätenhändler Daniel Meyer. Was man sonst im Fernsehen sieht, war nun live bei der Schwanentaufe zu erleben: Meyer schätzte mitgebrachte Raritäten. Foto: abi

„Ich hätte nie gedacht, dass mich Menschen im Supermarkt ansprechen und um ein Autogramm bitten“, sagt Meyer. Und fast ein wenig erschrocken ergänzt er: „Ich bin ja fast schon selbst ein Prominenter.“ Wichtig sei ihm das nicht, versichert er. Ebenso sei es ihm unwichtig, mit den alten Schätzchen, die ihm Tag für Tag Menschen in seinem Geschäft vorlegen, möglichst viel Geld zu machen. „Sie sind nur Besitz auf Zeit, ich möchte den Menschen zeigen, dass es für alte Dinge immer irgendwo einen Platz gibt.“ Wenn es ihm dabei gelinge, auch noch den Zauber der Ästhetik solcher Antiquitäten zu vermitteln, dann sei alles erreicht. Ob nun im Fernsehen. Oder bei ihm im Auktionshaus.

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