Parkstreifen blockiert
Chaos auf der Wienburgstraße

Münster -

Die Wienburgstraße im Norden der Stadt ist offensichtlich bei Wohnmobilisten gefragt. Die Kleingärtner bitten schon seit dem Sommer, die Sicht am Eingang nicht zu verstellen. Ein Anwohnerin appelliert an die Halter der Wohnmobile, mehr Rücksicht zu nehmen.

Sonntag, 13.01.2019, 16:00 Uhr
Der Parkstreifen auf der Wienburgstraße wird gerne von Wohnmobilfahrern als Parkplatz genutzt. Eine Anwohnerin hat den Fahrzeughaltern geschrieben und ein Schreiben hinter den Scheibenwischer geklemmt. Auch die Kleingärtner bitten um mehr Rücksicht.
Der Parkstreifen auf der Wienburgstraße wird gerne von Wohnmobilfahrern als Parkplatz genutzt. Eine Anwohnerin hat den Fahrzeughaltern geschrieben und ein Schreiben hinter den Scheibenwischer geklemmt. Auch die Kleingärtner bitten um mehr Rücksicht. Foto: gh

Die Wienburgstraße entwickelt sich zunehmend zum Abstellplatz für Wohnmobile. Die Kleingärtner vom Verein Wienburg bitten darum seit dem vergangenen Sommer Wohnmobilisten und Halter größerer Fahrzeuge, wenigstens die Ausfahrt der Gartenanlage nicht beidseitig zuzuparken.

Eine Anliegerin der Wienburgstraße appelliert aktuell an die Halter von Wohnmobilen, die Parkplätze nicht dauerhaft zu blockieren. Dafür hat sie ein zweiseitiges Schreiben hinter die Scheibenwischer der Fahrzeuge geklemmt.

Aktion trägt Früchte

Die Hinweistafel der Kleingärtner, die an der vereinseigenen Hecke hängt, scheint bereits Erfolg zu haben. „Unsere Aktion trägt Früchte“, freut sich darum auch Ricarda Femmer, Vorsitzende des Vereins, über die Rücksicht, die seitens der Fahrzeughalter genommen werde. Mehrfach habe der Verein im Vorfeld seiner Schilderaktion mit der Stadt über die Situation auf der Wienburgstraße gesprochen. Vor allem Kinder und ältere Fahrradfahrer seien durch eine versperrte Sicht auf die Straße gefährdet, so Femmer.

Ohnehin enge Parksituation

Die Vorsitzende fährt selbst ein Wohnmobil, weiß um das Abstellproblem. Sie macht den Vorschlag, die Fahrzeuge auf einer freien Fläche im weiteren Verlauf der Wienburgstraße zu parken.

Die unbekannte Absenderin des aktuellen Briefes an die Wohnmobilisten weist auf die vor Ort ohnehin schon enge Parksituation durch umliegende Schulen, durch die LWL-Klinik, die Polizei und unter anderem das Perthes-Werk hin.

Die allgemeine Regel, dass Anhänger wie Wohnwagen 14 Tage auf einem Platz stehen dürfen, gilt nicht für Wohnmobile, betont Norbert Vechtel, stellvertretender Leiter des städtischen Ordnungsamtes.

Verkehr chaotisch

Wohnmobile, die teilweise eineinhalb bis zwei Stellplätze einnehmen würden, seien angemeldet wie normale Fahrzeuge, ergänzt Vechtel. Und diese dürften theoretisch bis zur nächsten Tüv-Untersuchung stehen bleiben. Wobei die meisten Wohnmobilisten, ergänzt Vechtel, in ein Winterlager fahren.

Der stellvertretende Amtsleiter ergänzt: „Wenn dieser Parkstreifen kein ausgewiesener Platz für Pkw ist, dann handelte es sich um einen legalen Parkvorgang.“ Einzig in Stapelskotten habe die Stadt bisher ein solches Schild eingesetzt.

Den Verkehr auf der Wienburgstraße bezeichnet Jörg Niehues insgesamt als chaotisch. Zum Glück sei noch nie was passiert, betont der Schulleiter der Dreifaltigkeits-Grundschule, die mit 300 Grundschülern im ehemaligen Abendgymnasium untergekommen ist. Erst im Sommer soll der Neubau der Schule am Friesenring bezugsfertig sein.

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