Di., 15.01.2019

Senatsfrühschoppen der Narrenzunft vom Zwinger Skeptische Mienen gab’s nur bei der Knabbelsuppe

Erstmal einen Lecktest machen: Hans-Joachim und Andreas Voß sowie Petra Neurohr und Werner Hähnel von Schrick (v.l.) durften die Knabbelsuppe auslöffeln, derweil NVZ-Vize Dirk Ogriseck (3.v.l.) fleißig nachschenkte.

Erstmal einen Lecktest machen: Hans-Joachim und Andreas Voß sowie Petra Neurohr und Werner Hähnel von Schrick (v.l.) durften die Knabbelsuppe auslöffeln, derweil NVZ-Vize Dirk Ogriseck (3.v.l.) fleißig nachschenkte. Foto: Wolfram Linke

Münster - 

Beim Senatsfrühschoppen der Narrenzunft vom Zwinger gab es reichlich Ehrungen. Und damit viele freudestrahlende Gesichter. Manche Miene verfinsterte sich allerdings zur Mittagsstunde – als die legendäre Knabbelsuppe für die Geehrten aufgetischt wurde.

Von Wolfram Linke

Eines der wohl am besten gehüteten Geheimnisse im münsterischen Karneval ist stets der Name des Aspiranten auf die Kalli-Winter-Medaille der KG Narrenzunft vom Zwinger (NVZ). Diesmal durfte Vizepräsident Dirk Ogriseck das Geheimnis lüften und am Sonntag im Paohlbürgerhof die Laudatio halten.

Und es war ihm ein persönliches Anliegen: Seine Schwester „Puppa“, Senatspräsidentin Petra Neurohr, stand beim NVZ-Senatsfrühschoppen auf der Medaillenliste. Mit launigen Worten würdigte Ogriseck die Verdienste seiner Schwester, die sich unermüdlich in den Dienst der NZA und des Karnevals stelle.

Es war ein Vormittag der Ehrungen: „Als Kind versuchte er, laufen zu lernen und groß zu werden. Eines davon hat er geschafft“, feixte Bernhard Lehmkuhl in seiner Laudatio auf den angehenden Ehrensenator Werner Hähnel von Schrick, Präsident der KG Turmuhlen. Auch die Anschaffung eines VW Bulli war Lehm­kuhl, selbst NVZ-Ehrensenator, einen kleinen Seitenhieb auf die Länge des Turmuhlen-Chefs wert: „Das einzige Auto, in dem man im Stehen fahren kann.“

Treue steht auch bei Jecken ganz oben auf der Liste: Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Andreas Voß geehrt. Satte 50 Jahre stehen nun auf der Ehrenurkunde von Hans-Joachim Voß, einem echten NVZ-Urgestein. Deshalb wurde er von Präsident Karl Heinz Vergers, der einmal mehr professionell durchs Programm führte, zusätzlich zum Ehrenmitglied ernannt. Und als großes „Dankeschön“ durfte das geehrte Quartett im Anschluss die Knabbelsuppe auslöffeln – übrigens ein Gemisch, das auch dem stursten Westfalen die Gesichtszüge entgleisen lässt.

Zu guter Letzt bekam Michael Güttler den Hausorden verliehen. Begleitet wurde der Frühschoppen mit viel Tanz und Gesang sowie von einem Besuch des Stadtjugendprinzenpaares, Kristin I. Steinbrede und René I. Kramer.



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6317773?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F