Bußgeldstelle zieht Bilanz
Stadt Münster kassierte 2018 knapp fünf Millionen Euro

Münster -

Weil sie zu schnell unterwegs waren, trotz Rotlicht an der Ampel weiterfuhren oder falsch parkten, mussten Autofahrer im vergangenen Jahr knapp fünf Millionen Euro an Buß- und Verwarngeldern berappen.

Mittwoch, 16.01.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 17.01.2019, 06:55 Uhr
Heike Niemann-Frey und Norbert Vechtel vom Ordnungsamt inspizieren einen der Lasermessfahrzeuge zur Tempoüberwachung.
Heike Niemann-Frey und Norbert Vechtel vom Ordnungsamt inspizieren einen der Lasermessfahrzeuge zur Tempoüberwachung. Foto: hpe

Die städtische Bußgeldstelle hat im vergangenen Jahr von Schnellfahrern, Rotlichtsündern und Falschparkern 4,9 Millionen Euro an Buß- oder Verwarngeldern kassiert. „Ein Wert auf Vorjahresniveau, angesichts der steigenden Zahl der Einwohner und der dadurch immer angespannteren Verkehrslage ein gutes Ergebnis“, so der stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes, Norbert Vechtel.

226 Temposünder pro Tag erwischt

Während es im „ruhenden Verkehr“, also bei den Parkverstößen, einen Rückgang um elf Prozent auf 72.908 Verwarnungen und nur 1809 statt 1991 (2017) abgeschleppte Fahrzeuge gab, wuchs die Zahl der ertappten Tempo- und Rotlichtsünder im „fließenden Verkehr“ um 13 Prozent von 87.115 auf 98.980 Fälle. 82.762 davon waren zu flott unterwegs. Das sind durchschnittlich 226 Temposünder, die pro Tag erwischt wurden.

Vechtel: „Wir haben inzwischen rund 25 Tempo-30-Zonen vor Kindergärten, Altenheimen und Schulen. Dort wird natürlich häufiger kontrolliert.“ Im Schnitt werden Fahrer in den Tempo-30-Zonen mit 40 bis 45 Stundenkilometern geblitzt, es sind aber auch „Ausreißer“ mit 60 km/h und mehr dabei.

150 Messstellen in Münster

Anfang Februar werden einige innerstädtische Straßen aus Lärmschutzgründen zu Tempo-30-Zonen erklärt, auch dort wollen Stadt und Ordnungsamt dann ziemlich rasch Kontrollen durchführen. Insgesamt gibt es 150 Mess-Stellen in Münster.

Neben den Tageskontrollen werden regelmäßig auch nachts Laserfahrzeuge zur Tempoüberwachung eingesetzt. Auf der Hammer Straße sind beispielsweise nach 22 Uhr Raser mit deutlich über 100 Kilometer fotografisch festgehalten worden. Die Stadt verfügt über drei Lasermessfahrzeuge, die Polizei stellt ein weiteres Auto mit Kameras und baut am Straßenrand Laser-Messgeräte auf Stativen auf. 

1000 Verstöße an vier Ampelanlagen

Die Zahl der Rotlichtverstöße ist mit knapp 1000 Fällen genauso hoch wie 2017. Es gibt in Münster vier stationäre Anlagen (Weseler Straße/Westfalenstraße, Hohenzollernring und Warendorfer Straße), die ständig scharf geschaltet sind. Neben einem Bußgeld ist bei Rotlichtverstößen häufig ein Fahrverbot fällig.

Abgeschleppt wird immer dann, wenn Feuerwehrzufahrten blockiert sind, die Müllabfuhr nicht mehr durchkommt oder Behinderten-Parkplätze unberechtigt blockiert werden. Das kostet dann bis zu 250 Euro.

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