Initiative «Dein Brunnen für Münster»
Eisenman-Brunnen: Entscheidung im Februar

Münster -

Die Entscheidung, ob der Eisenman-Brunnen nach Münster zurückkehrt, wird wohl im kommenden Monat fallen. Dann nämlich entscheidet die Kunststiftung NRW, ob sie den erneuten Aufbau des beliebten Kunstwerks der Skulptur-Projekte 2017 finanziell unterstützen wird.

Donnerstag, 17.01.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 17.01.2019, 10:11 Uhr
Publikumsmagnet bei den Skulptur-Projekten 2017: der Brunnen der amerikanischen Künstlerin Nicole Eisenman an der Promenade.
Publikumsmagnet bei den Skulptur-Projekten 2017: der Brunnen der amerikanischen Künstlerin Nicole Eisenman an der Promenade Foto: Matthias Ahlke

Die Entscheidung, ob eines der beliebtesten Kunstwerke der Skulptur-Projekte 2017 nach Münster zurückkehren wird, rückt näher. Im Februar wird die Kunststiftung NRW über einen Förderantrag der Initiative „Dein Brunnen für Münster“ in Höhe von 200.000 Euro entscheiden. Sollte das Geld fließen, „dann haben wir es geschafft“, betont Maria Galen von der Brunnen-Initiative.

In diesem Fall werde man der amerikanischen Künstlerin Nicole Eisenman bis Mai den Auftrag für einen dauerhaften Brunnen erteilen, so Galen weiter. Die Kunst-Stiftung NRW betonte auf Anfrage, dass sie ihre Entscheidung über eine Förderung Ende Februar bekanntgeben werde.

Gespräche mit Unterstützern laufen

Während die Initiative auf das Signal aus Düsseldorf wartet, ist sie nicht untätig: „Wir führen aktuell Gespräche mit großen Unternehmen, die sich grundsätzlich bereit erklärt haben, unsere Initiative zu unterstützen“, sagt Maria Galen.

310.000 Euro kamen im Laufe des vergangenen Jahres zusammen, darunter viele Spenden aus der Bürgerschaft. Im Dezember bewilligte der Rat laut Galen einen städtischen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro. Damit hat der Verein 360.000 Euro zusammen, 600.000 Euro werden für die Herstellung des dauerhaften Brunnens benötigt. Um die Betriebskosten des Brunnens, der an seinem alten Standort an der Promenade errichtet werden soll, soll sich nach dem Wunsch der Initiative eine noch zu gründende Stiftung kümmern.

Skulptur „Brunnen-Skizze“ von Nicole Eisenman

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  • Das Bild zeigt den Aufbau der Skulptur „Sketch for a Fountain“ von Nicole Eisenman.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Standort des Brunnen während der Skulptur Projekte war an der Kreuzschanze an der Promenade.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Liegen an der Kreuzschanze unter den Augen von Annette von Droste-Hülshoff (Büste von Anton Rüller)...

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Das Bild zeigt die Skulptur vor dem großen Ansturm...

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Idyllische Lage an der Kreuzschanze an der Promenade.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Der "Skizze für einen Brunnen" war bei den Besuchern sehr beliebt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Während der Skulptur Projekte wurden die Gipsfiguren Opfer von Vandalismus.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der "Skizze für einen Brunnen" war bei den Besuchern sehr beliebt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Verweilen & Chillen an der Kreuzschanze.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Brunnen lud auch zum Abkühlen ein.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der "Skizze für einen Brunnen" war bei den Besuchern sehr beliebt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Während der Skulptur Projekte wurden die Gipsfiguren Opfer von Vandalismus.

    Foto: kal
  • Während der Skulptur Projekte wurden die Gipsfiguren Opfer von Vandalismus und mussten phasenweise abgedeckt werden.

    Foto: Matthias Ahlke
  • In der Nacht wurden Figuren mit blauer Farbe beschmiert und mussten von LWL-Mitarbeitern gereinigt werden.

    Foto: iMatthias Ahlke
  • Das Bild zeigt den Platz der Skulptur nach dem Abbau im Oktober 2017.

    Foto: Matthias Ahlke

Spendenaktion hat national und international für Schlagzeilen gesorgt

„Die Stimmung in der Initiative ist nach wie vor top“, betont Maria Galen. Man sei zuversichtlich, dass das Projekt von Erfolg gekrönt sein werde. Die Brunneninitiative hatte in den vergangenen Monaten mit ihrer Spendenaktion national und international für Schlagzeilen gesorgt. In Münster hat sie viele Unterstützer, darunter Oberbürgermeister Markus Lewe.

Am Donnerstag kommt zum ersten Mal der „Brunnen-Förderkreis“ der Initiative „Dein Brunnen für Münster“ zu einem öffentlichen Treffen zusammen. Beginn ist um 19 Uhr bei Pinkus Müller, Kreuzstraße 4-10.

Skulptur-Projekte 2017: Alle Künstler - alle Werke

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  • Bei den fünften Skulptur-Projekten im Jahr 2017 sind 35 Werke zu sehen. Hier alle beteiligten Künstler und sämtliche Projekte im Kurzporträt:

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ei Arakawa:

    Ein Mini-Museum mit sieben Gemälden plus Musik auf grüner Wiese vor Haus Kump – vor allem abends schön.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nairy Baghramian:

    pseudounfertige Skulpturen auf Schraubenschlüsseln finden sich am Erbdrostenhof.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Aram Bartholl:

    Lagerfeuer-Feeling in gedachter Endzeit gibt es an drei Standorten: H1-Tunnel, Pumpenhaus und Fernsehturm.

    Foto: Henning Rogge
  • Cosima von Bonin/Tom Burr

    Die schwere Moore-Plastik am Landesmuseum wird scheinbar vom Tieflader abgeholt. Auf der Kiste steht „Fragile“ für „Zerbrechlich“.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Andreas Bunte:

    hängt am H1-Vorplatz, Stadthaus-1-Innenhof und bei der VHS Plakate mit Fotos einer Installation auf. Via QR-Code gibt es Töne und Bilder.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Gerard Byrne

    Gerard Byrne setzt im Klaviersaal der Stadtbücherei das Verhältnis von Musik, Sprache und Bild in Szene.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Camp:

    (Shaina Anand und Ashok Sukumaran) spannt an der Theaterruine ein Netzwerk, das Informationen über das Theater und die Umgebung vermittelt.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Michael Dean

    Michael Dean verhängt den Lichthof des Landesmuseums mit transparenter Folie und zeigt darin Schriftzeichen-Skulpturen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Jeremy Deller:

    hat Kleingärtner zehn Jahre lang Tagebuch schreiben lassen. Respektable 33 Bücher werden ausgestellt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Nicole Eisenman:

    hat einen Brunnen für die Kreuzschanze schaffen, der aus unbekleideten Frauen besteht.

    Foto: Oliver Werner
  • Ayşe Erkmen:

    lässt Menschen im Hafen über eine Brücke unter Wasser gehen.

    Foto: Oliver Werner
  • Lara Favaretto:

    stellt am Ludgeriplatz gegenüber ein Denkmal für Kolonialkriegsopfer einen Spardosen-Monolithen für Flüchtlinge auf.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hreinn Friðfinnsson:

    platziert auf einer Wiese im Sternbuschpark sein Edelstahl-Hausskelett.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Ludger Gerdes:

    hat 1989 über dem Ordnungsamt Marl das Leuchtschild „Angst“ anbringen lassen; bis zum 1. Oktober hängt es am Aegidiimarkt.

    Foto: Gerhard Kock
  • Pierre Huyghe:

    stellt die ehemalige Eissporthalle auf den Kopf für ein Habitat.

    Foto: Oliver Werner
  • John Knight:

    vermisst das neue Landesmuseum mit einer überdimensionierten Wasserwaage.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Justin Matherly:

    stellt den Nietzsche-Felsen in der Nähe des Hauptbahnhofs auf Gehhilfen und thematisiert dessen Erweckungserlebnis.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Christian Odzuck:

    stellt eine dem Gebäude der Oberfinanzdirektion nachempfundene Architektur aus recyceltem Material der abgerissenen OfD auf die Brache.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Peles Empire:

    (Barbara Wolff, Katharina Stöver) machen den Archetyp des Prinzipalmarkt-Giebels gegenüber dem Aegidiimarkt begehbar.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Alexandra Pirici:

    lässt Tänzer im Friedenssaal Bewegungen zum Thema Frieden und Staaten aufführen.

    Foto: Oliver Werner
  • Mika Rottenberg:

    eröffnet gegenüber dem Gefängnis in einem ehemaligen Asia-Laden einen Asia-Laden mit Videos.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Xavier Le Roy mit Scarlet Yu:

    lassen Münsteraner in der Innenstadt pantomimisch Skulpturen darstellen, um mit Fremden ins Gespräch zu kommen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Sany:

    (oder besser: Samuel Nyholm) zeigt seine fallenden Figuren als Brennmalerei auf Holz an mehreren Stellen in der City.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Gregor Schneider:

    hat im Landesmuseum die Wohnung von N. Schmidt eingerichtet.

    Foto: Henning Rogge
  • Thomas Schütte:

    zeigt auf dem ehemaligen Zoo-Gelände die Reinform des Tempels in Rostrot.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nora Schultz:

    will mit Installation und Videos die Wucht der Architektur des neuen Landesmuseums brechen.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Emeka Ogboh macht die Weltmusik des in Münster begrabenen Komponisten Moondog im Hamburger Tunnel hörbar und ließ in Belgien Bier unter dem Einfluss von Musik aus Lagos brauen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Michael Smith:

    lädt über 65-Jährige ein, sich kostengünstig Tattoos von Arbeiten internationaler Künstler stechen zu lassen.

    Foto: Martin Kalitschke
  • Hito Steyerl:

    stellt „Hell-YeahWeFuckDie“ als Leuchten in die LBS – Wörter, die in Popsongs der Gegenwart häufig sind – und thematisiert zudem, wie Menschen mit Robotern umgehen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Koki Tanaka:

    zeigt in der Johannisstraße 18/20 Videos von Workshops mit Münsteranern, die darüber nachgedacht haben, wie Menschen zusammenleben und Unbekanntes teilen.

    Foto: Henning Rogge
  •  Oscar Tuazon:

    bereichert eine Industriebrache am Stadthafen mit einer Art öffentlichem Betonkamin.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Bárbara Wagner und Benjamin de Burca:

    singen in der Uralt-Disco „Elephant Lounge“ Schmalz-Schlager mit kritischen Texten: „Bye Bye Deutschland! Eine Lebensmelodie.“

    Foto: Matthias Ahlke
  • Cerith Wyn Evans kühlt eine Glocke von St. Stephanus auf Winter-Temperatur. Zu den üblichen Gottesdienstzeiten (samstags um 17 Uhr und sonntags um 10.30 Uhr) können die Menschen hören, ob dies einen Unterschied macht - und wenn welchen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hervé Youmbi:

    hängt zwischen die Bäume des alten Überwasserfriedhofs über die Bronzefiguren Masken, die Motive aus Afrika mit dem Horrorgesicht aus den „Scream“-Filmen kombiniert – ein Maskenball der besondern Art.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Gintersdorfer/Klaßen starten im Pumpenhaus ihre öffentlichen Performance-Proben „Erniedrigung ist nicht das Ende der Welt“. (Symbolfoto)

    Foto: pd
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