Friska-Viljor-Konzert in der Sputnikhalle
Achterbahnfahrt der Emotionen

Münster -

Rauschende Konzert-Nacht mit nachdenklicher Einlage: Friska Viljor, der Indiepop-Exportschlager aus Schweden, war am Mittwochabend nach zweijähriger Pause mit neuem Album in der Sputnikhalle zu Gast. Ein Auftritt zwischen Lust und Lebenskrise.

Donnerstag, 17.01.2019, 09:45 Uhr aktualisiert: 17.01.2019, 10:04 Uhr
Friska-Viljor-Konzert in der Sputnikhalle: Achterbahnfahrt der Emotionen
Mal fröhlich, mal traurig: Sänger Joakim Sveningsson zeigte beim Konzert in Münster zwei sehr unterschiedliche Gesichter. Foto: Pjer Biederstädt

Mit einem Konzert in drei Akten ist die schwedische Band Friska Viljor am Mittwochabend nach zweijähriger Auszeit nach Münster zurückgekehrt. In der rappelvollen Sputnikhalle mischten Joakim Sveningsson und Daniel Johansson zusammen mit ihrer Live-Band ihren zuckersüßen Indiepop mit den düsteren Klängen des neuen Albums „Broken“.

„Zwei Jahre habe ich gebraucht, um wieder auf die Beine zu kommen“, erzählt Sveningsson auf der Bühne schonungslos offen von seiner Lebenskrise, nachdem seine Frau ihn mit den Kindern verlassen hat. Das Publikum, noch euphorisiert vom ersten Gute-Laune-Akt, wird schlagartig ruhiger, als der 41-Jährige sichtlich emotional aufgewühlt von seinem Liebeskummer und dem Leben als geschiedener Vater berichtet. Mit Titeln wie „Regrets“ und „Miss You“ fällt der zweite Teil des gut eineinhalbstündigen Auftritts – für Friska Viljor-Verhältnisse – erstaunlich nachdenklich aus.

Friska Viljor in der Sputnikhalle

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  • Nach zweijähriger Pause sind die Schweden von Friska Viljor wieder auf Tour. Das dritte Konzert ihrer "Broken"-Tour spielten sie am Mittwoch (16. Januar 2019) in Münster.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Über eineinhalb Stunden begeisterte Friska Viljor das Publikum in der rappelvollen Sputnikhalle.

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  • Der Konzert-Opener "Trap" vom neuen Album "Broken" wurde mit dem Trompetenspiel von Daniel Johansson eingeleitet.

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  • Joakim Sveningsson sang zu Beginn noch die gewohnt fröhlichen Indie-Pop-Songs.

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  • Das hatte auch ansteckende Wirkung auf die Live-Band.

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  • Hände hoch zum Applaus: Dem Publikum gefiel der erste Teil des Konzerts sichtlich.

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  • Mit Titeln wie „Regrets“ und „Miss You“ fällt der zweite Teil des gut eineinhalbstündigen Auftritts – für Friska Viljor-Verhältnisse – erstaunlich nachdenklich aus. „Zwei Jahre habe ich gebraucht, um wieder auf die Beine zu kommen“, erzählt Sveningsson auf der Bühne schonungslos offen von seiner Lebenskrise, nachdem seine Frau ihn mit den Kindern verlassen hat. 

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  • Das Publikum wurde schlagartig ruhig und hörte den düsteren Titeln zu.

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  • Den Grundstein für das gelungene Comeback legten zuvor die Nachwuchs-Indie-Rocker von Side Effects. 

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Doch plötzlich rauscht die Achterbahn der Emotionen aus dem Tal der Tränen wieder empor auf den Gute-Laune-Gipfel: „Larionov“ sowie „Arpeggio“ in der ersten und „Shotgun Sisters“ in der zweiten Zugabe verwandeln die mitfühlende Masse vor der Bühne in eine zappelige Tanzbande.

Den Grundstein für das gelungene Comeback, veranstaltet vom Gleis 22 , legten zuvor die Nachwuchs-Indie-Rocker von Side Effects. Nach Hamburg, Berlin und Münster wird der Schweden-Doppelpack noch in elf weiteren deutschsprachigen Städten Station machen. 

Setlist

1. Is it over? (vom Band bei Auftritt auf Bühne)

2. Trap

3. Unless You Love Me

4. On And On

5. Gold

6. Endless Life

7. My Boys

8. Oh Oh

9. In My Sofa

10. Regrets

11. All Is Good

12. Miss You When You Sleep

13. Not The Same

14. Fail

15. Daj Daj Die

16. If I Die Now

17. Wohlwill

18. Larionov

Zugabe

19. Painted Myself in Gold

20. Arpeggio

21. Old Man

22. Shotgun Sister

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