Linker kritisiert Baumpflanzungen am Hansaring
Rüdiger Sagel: „Das ist maximaler Mist“

Münster -

„Ich schließe das nicht aus.“ Ungewöhnlich diplomatisch antwortete am Donnerstag der Fraktionschef der Linken, Rüdiger Sagel, auf die Frage, ob er bei der Kommunalwahl 2020 wieder antrete.

Freitag, 18.01.2019, 08:00 Uhr
Rüdiger Sagel 
Rüdiger Sagel  Foto: Björn Meyer

Die Lust an einer weiteren politischen Arbeit, daran ließ Sagel bei dem Pressegespräch keinen Zweifel, ist weiterhin gegeben. Doch Sagel ist mit dem Parteivorstand der Linken in Münster zerstritten. Deshalb kommt er nicht umhin, erst das interne Prozedere abzuwarten.

Dass bei den Linken der eine nicht immer weiß, wie der andere entscheidet, machte Sagel an einem Beispiel deutlich. Der Vertreter der Linken in der Bezirksvertretung Mitte, Jonas Freienhofer, hatte jüngst für die geplante Fahrradstraße an der Wilhelmstraße gestimmt. Die zuständige Ratsfraktion, so Sagel, werde aber dagegen stimmen.

Die eigentlich positive Planung von Fahrradstraßen sei in Münster bislang nur „Stückwerk“, so der Fraktionschef. „Es fehlt ein Verbund der Fahrradstraßen.“

Kritik an Stadt und Stadtwerken

Kein gutes Haar ließ Sagel auch an der Stadt und den Stadtwerken im Zusammenhang mit den Neuanpflanzungen am Hansaring. Begleitet von einem erheblichen Anwohnerprotest, waren dort bei Arbeiten der Stadtwerke im vergangenen Jahr zwei ausgewachsene Platanen gefällt worden. Die Ersatzbäume sind jetzt wesentlich kleiner als gegenüber der Öffentlichkeit und dem Stadtwerke-Aufsichtsrat versprochen worden sei, so der Fraktionschef.

„Jeder hätte wissen müssen, dass die Anwohner den Stammumfang nachmessen werden“, wunderte sich Sagel über das Vorgehen. „Das ist maximaler Mist.“

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