Protestaktion in der Innenstadt
Schüler und Studenten streiken für das Klima

Münster -

Zeichen setzen für eine bessere Zukunft: Schüler und Studenten streiken am Freitagmorgen in der Innenstadt für eine nachhaltigere Klimapolitik. Dabei kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Freitag, 18.01.2019, 10:40 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 14:28 Uhr
Streiken für das Klima: Schüler und Studenten demonstrierten am Freitag in der Innenstadt für eine konsequentere Klimapolitik. Vorbild für die Bewegung ist die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg. Die Schülerin protestiert seit Monaten freitags gegen die Klimakrise.
Streiken für das Klima: Schüler und Studenten demonstrierten am Freitag in der Innenstadt für eine konsequentere Klimapolitik. Vorbild für die Bewegung ist die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg. Die Schülerin protestiert seit Monaten freitags gegen die Klimakrise. Foto: Oliver Werner

Statt auf der Schulbank Platz zu nehmen, stehen Mika Lambers und Aljoscha Schortemeier am Freitagmorgen vor dem historischen Rathaus auf dem Prinzipalmarkt. In den Händen halten die Schüler der Freien Waldorfschule ein Plakat mit der Aufschrift „Es ist Schluss mit lustig“. Ihr Ziel: eine konsequentere Klimapolitik.

„Wir haben nur diese eine Erde. Die Politiker, die die Entscheidungen treffen, sind alt und von den Folgen des Klimawandels weniger betroffen als wir. Es ist unsere Zukunft, also müssen wir uns engagieren“ beschreibt Lambers seine Motivation, auf die Straße zu gehen.

Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik

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  • Schüler und Studenten streiken am 18. Januar 2019 in der Innenstadt von Münster für eine nachhaltigere Klimapolitik.

    Foto: Oliver Werner
  • Nach Polizeiangaben folgten 400 bis 500 Teilnehmer dem Aufruf. Angemeldet hatten die Organisatoren 100 Demonstranten.

    Foto: Oliver Werner
  • Einige Schüler wurden von ihren Schulen freigestellt für die Zeit, die meisten mussten jedoch „schwänzen“, um an der Demo teilzunehmen.

    Foto: Oliver Werner
  • Nach einer ersten Kundgebung auf dem Prinzipalmarkt vor dem historischen Rathaus wurde die Kundgebung kurzerhand von der Polizei auf den Domplatz verlegt. Von dort zogen die Schüler zum Schlossplatz und wieder zurück zum Rathaus.

    Foto: Oliver Werner
  • Mit zahlreichen Plakaten forderten die Schüler und Studenten eine nachhaltigere Klimapolitik.

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  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Oliver Werner
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Pjer Biederstädt
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Pjer Biederstädt
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Pjer Biederstädt
  • Schüler und Studenten demonstrieren für nachhaltigere Klimapolitik Foto: Pjer Biederstädt

In Münster versammeln sich um 10 Uhr am bundesweiten Aktionstag unter dem Titel „Fridays for Future“ nach Polizeiangaben 800 Schüler und Studenten. Angemeldet waren laut Organisatorin Carla Reemtsma 100 Demonstranten. Weil es auf dem Prinzipalmarkt schnell zu voll wird, verlegt die Polizei die erste Kundgebung kurzerhand auf den Domplatz, bevor die Schüler und Studenten später zum Schlossplatz weiterziehen und die friedliche Demonstration nach zwei Stunden ausklingen lassen.

„Die Regierung sollte härter gegen die Autoindustrie durchgreifen“, sagt Waldorfschüler Schortemeier, der sich außerdem für den sofortigen Kohleausstieg ausspricht. Nicht die einzige Forderung, die man auf den zahlreichen Plakaten und Transparenten sieht.

Luca Thomas, Mitglied der Jugendgruppe von Greenpeace, erinnert die Jugendlichen in seiner Rede daran, dass sie die erste Generation sei, die die Folgen des Klimawandels richtig spüren werde, und gleichzeitig die letzte Generation, die die schlimmsten Folgen noch verhindern könne. „Ich möchte in einer Welt leben, in der ich die Luft noch bedenkenlos atmen kann“, ruft Thomas der Menge zu – frenetischer Applaus.

"Schwänzen" für das Klima

Die 19-jährige Jule Rottmann von der Hildegardischule findet, dass nicht nur die Politik, sondern auch jeder einzelne im täglichen Handeln zum Klimaschutz beitragen müsse. Sie und ihre Klassenkameradinnen Melanie Wendker und Lina Röhl hätten heute nach eigenem Bekunden eigentlich in den Unterricht gemusst, weil die Schulleitung sie nicht vom Unterricht befreit habe.

So geht es den meisten Demonstranten. Denn laut Bezirksregierung Münster ist die Teilnahme an Schülerstreiks während der Unterrichtszeit „unzulässig“. Eine Sprecherin sagte auf Anfrage, dass die Entscheidung bei den Rektoren liege. Die Behörde betonte in einem Statement aber auch, dass zivilgesellschaftliches Engagement und demokratisches Handeln von Schülern zu begrüßen seien.

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