Zu jedem Ton ein Bild im Kopf
Filmmusik und neues Album von Singer-Songwriter André Fischer

Münster -

Es tut sich viel in der noch jungen Karriere: Singer-Songwriter André Fischer hat die Musik für einen Kinofilm geschrieben. Und jettet gerade für sein erstes Album um die Welt.

Dienstag, 22.01.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 11:56 Uhr
Für sein neues Album war André Fischer vor Kurzem zu Dreharbeiten in New York. „Genauso wie ich zu großen Kino-Bildern die passende Musik schreibe, möchte ich zu meinen eigenen Songs die richtigen Szenen an den passenden Locations drehen“, sagt Filmkomponist Fischer, der auch Singer und Songwriter ist.
Für sein neues Album war André Fischer vor Kurzem zu Dreharbeiten in New York. „Genauso wie ich zu großen Kino-Bildern die passende Musik schreibe, möchte ich zu meinen eigenen Songs die richtigen Szenen an den passenden Locations drehen“, sagt Filmkomponist Fischer, der auch Singer und Songwriter ist. Foto: Philipp Posmyk

Ganz leise wie sanft fallender Schnee am frühen Morgen kommen die Streicher aus den Boxen, ein paar Klaviertöne huschen vorbei wie scheue Tiere, bevor das Spiel einer einzelnen Violine das epische Hauptthema einleitet. Der Soundtrack des Mystery-Thrillers „Eises Kälte“ klingt gleich zu Beginn wie großes Kino, weil er große Spannung aufbaut.

Komponiert hat die Filmmusik der erst 20-jährige Musiker André Fischer – zwischen seinen letzten Abi-Prüfungen am Schiller-Gymnasium und dem Ausbildungsstart bei einer großen Versicherung in Münster: „Ich habe rund 360 Stunden für die 92 Filmminuten gebraucht.“ Schon mit 14 Jahren veröffentlichte André seinen ersten selbst komponierten Song, wurde mit 17 erster Preisträger des Wettbewerbs „Dein Song für eine Welt“ des Bundespräsidenten mit „Augen auf“. Das zog viel umjubelte Auftritte mit Musiker-Größen wie Adel Tawil, Jamie-Lee oder Fargo nach sich. Weitere virale Hits folgten wie „Jeder Herzschlag zählt“ oder „Der Moment“.

Dreharbeiten in Thailand, Italien und New York

Für die Dreharbeiten seiner Videos reichten Fischer Locations wie der Hafen, der Flughafen Münster-Osnabrück oder die Werse schnell nicht mehr aus. Mit Filmemacher Philipp Posmyk flog er nach Thailand, Italien und New York. Weil Fischer genau weiß, wie er seine eigenen Songs in Videos umsetzen kann, versteht er es, zu fertigem Filmmaterial den passenden Sound zu liefern. Ein Praktikum im Bavaria Filmstudio in München gab ihm dann den richtigen Kick.

„Beim Film ‚Eises Kälte‘ wollte ich mit der Wahl der Musikfarbe Gefühl und Leichtigkeit ausdrücken, epische Emotionen, die den Zuschauer direkt in die Szenen hineinversetzen.“ Da der Film über einen mysteriösen Leichenfund sowohl 1860 als auch 2018 spielt, setzt er auf akustische, sinfonische und elektronische Musik. „Toll an der Filmmusik ist, dass man vieles gleichzeitig ausdrücken kann“, sagt André Fischer. „Dafür versuche ich, tief in die Gefühlswelt der Personen einzutauchen. In 30 Sekunden können fünf verschiedene Stimmungssounds erklingen.“ In den Vordergrund will er sich nicht spielen: „Gute Filmmusik nimmt man nicht aktiv wahr, sie wirkt unbewusst.“ Wie sein großes Vorbild Hans Zimmer hat Fischer nie das Notenlesen gelernt. „Ich will das aber so schnell wie möglich nachholen.“

Kaufmännische Ausbildung

Derzeit macht er eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherung und Finanzen. Wie kriegt er das mit der Musik unter einen Hut? „Eigentlich ganz gut“, sagt André, „immer zum Feierabend mache ich etwas Sport und besuche dann mein kleines Dachgeschossstudio. Schon auf der Autofahrt zurück nach Hause kommen mir gute Ideen.“ Bei der Premiere von „Eises Kälte“ spielte André Fischer den Abspannsong „Dein Leben“ live vor 800 Kinobesuchern, von Lampenfieber keine Spur: „Das war Adrenalin pur. Das ist genau das, was mich antreibt – Musik über Menschen und für Menschen zu machen.“

Wenn er tagsüber mit Versicherungsverträgen und Kundengesprächen zu tun hat, haut er zum Feierabend in die Tasten seiner Instrumente und dreht an den Reglern: „Für mein erstes Album im Frühjahr will ich neben meinen Hits auch neue Songs präsentieren – mit Elektro-, Ethno- und Urbanbeats.“ Denn Stillstand ist seine Sache nicht. „Ich genieße es, mehrere Leben zu leben.“

Die Vorabsingle von Fischers neuem Album „Zwei Gleise“ erscheint am 1. Februar.

Hier gibt es Video-Material des Künstler.  

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