Entschleunigung auch für Hiltrup
Grünen wollen Tempo 30 auf Marktallee und Teilen der Glasuritstraße

Münster-Hiltrup -

Was ab dem 1. Februar auf zentralen Verkehrsachsen in Münsters Innenstadt gilt, soll künftig auch in Hiltrup Anwendung finden: Die Grünen fordern durchgehend Tempo 30 auf der Marktallee.

Donnerstag, 24.01.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 24.01.2019, 13:17 Uhr
Auf einem Abschnitt der Marktallee gilt bereits Tempo 30.
Auf einem Abschnitt der Marktallee gilt bereits - zumindest temporär - eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Foto: gro

Gleich zwei Anträge bringen die Grünen am Donnerstag in die Bezirksvertretung Hiltrup ein. Der zweite Antrag bezieht sich auf die Glasuritstraße. Auch dort wollen die Grünen „zwischen BASF und Marktallee“ eine Geschwindigkeitsreduzierung von aktuell 50 auf künftig 30 Stundenkilometern.

Ob die beiden Anträge Chancen auf Erfolg haben, hängt maßgeblich von der CDU ab, die gemeinsam mit den Grünen im Rathaus ein Bündnis eingegangen ist. Von Seiten der CDU sind im Stadtbezirk durchaus unterschiedliche Signale zu hören.

Hohe Verkehrsdichte und zahlreiche Beinahe-Unfälle

Man werde mit dem Antrag verfahren wie mit jedem Antrag, lautet die offizielle Version. Erst solle die Verwaltung prüfen und eine Stellungnahme abgeben. Danach werde man sich politisch damit auseinandersetzen. Hinter vorgehaltener Hand allerdings sprechen einflussreiche Christdemokraten längst davon, dass auch auf der Marktallee eine Geschwindigkeitsreduzierung kommen wird. Die hohe Verkehrsdichte und die zahlreichen Beinahe-Unfälle würden eine Temporeduzierung nahe legen.

Auf den Ratsbeschluss aus dem Jahr 2017, der nun in der Innenstadt umgesetzt wird, wird man sich bei der Marktallee nicht berufen können. Es sind separate Anträge notwendig. Genau dieses sind von den Grünen mit Datum 15. Januar gestellt worden.

Sonderregelung für Schulzentrum

Erst im vergangenen Jahr ist im Bereich der unteren Marktallee im Umfeld des Schulzentrums eine Tempo 30-Regelung eingeführt worden. Sie gilt allerdings lediglich im Zeitraum von 7 bis 20 Uhr. Hintergrund war eine Gesetzesänderung, die es den Kommunen erleichterte, vor Schulen, Kitas und Altenhilfeeinrichtungen die zulässige Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zu reduzieren. Vor dem Meyer-Suhrheinrich-Haus wurde allerdings davon abgesehen, die Verwaltung sagte auf Anregung der Politik eine nochmalige Prüfung zu. Das Ergebnis steht noch aus.

Glasuritstraße: Belastung für Anlieger

Der Vorstoß der Grünen, auch auf der Glasuritstraße die Autofahrer dazu zu bewegen, einen Gang runterzuschalten, scheint nach Informationen unserer Zeitung nicht mit der CDU abgesprochen zu sein. Die Grünen begründen ihren Vorschlag mit der gestiegenen Belastung durch Lärm- und Abgasemissionen für die direkten Anlieger. Außerdem wollen die Grünen die existierende Querungshilfe in Höhe der Bergiusstraße durch einen Zebrastreifen ersetzen.

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