Germania-Pleite beschäftigt Reisebüros
Die Telefone stehen nicht still

Münster -

Die Pleite der Fluglinie Germania beschert den Reisebüros viel Arbeit. Passagiere melden sich aus Urlaubsregionen und fragen nach Ersatzflügen. Aber auch Kunden, die demnächst in den Urlaub fliegen wollen, kümmern sich um ihre Reise.

Dienstag, 05.02.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 18:26 Uhr
Die Fluglinie Germania hat ihren Betrieb eingestellt. Auch Passagiere aus Münster sind von der Pleite betroffen und lassen die Telefone in den Reisebüros klingeln.
Die Fluglinie Germania hat ihren Betrieb eingestellt. Auch Passagiere aus Münster sind von der Pleite betroffen und lassen die Telefone in den Reisebüros klingeln. Foto: dpa

Die Berliner Fluglinie Germania ist pleite, alle Flugzeuge bleiben am Boden. Seitdem stehen darum die Telefone in den münsterischen Reisebüros nicht mehr still. Der Ansturm begann am Dienstagmorgen.

Mit Hochdruck seien sie damit beschäftigt, sagt Jörg Brüggemann vom münsterischen Reisebüro Meimberg, für ihre Kunden Ersatzflüge zu organisieren. „Wir haben extrem viel zu tun.“ Zunächst aber gilt es, Ruhe zu bewahren, rät der Reiseexperte.

"Schock für die Branche"

Es zeige sich auch, dass nach jeder Pleite viele Kunden zurück ins Reisebüro kommen würden. Brüggemann bezeichnet die Insolvenz der Fluglinie als „Schock für die ganze Branche“.

Viele Kunden, die ihren Germania-Flug innerhalb einer Pauschalreise gebucht haben, wandten sich schon am Dienstag an ihre Reiseveranstalter. Wer sein Flugticket direkt bei Germania gekauft hat, geht leer aus.

Er könne nicht sagen, ob bei ihnen 100 oder 200 Kunden betroffen seien, sagt Christoph Lückertz vom Reisebüro Lückertz auf der Salzstraße. Der Reihe nach würden ihre Kunden jetzt „verarztet“.

Ersatzflüge nach Mallorca und auf die Kanaren

Der Geschäftsführer stellt aber auch fest, dass sowohl Veranstalter von Reisen, als auch Kunden und Reisebüros viel aus der Insolvenz bei Air Berlin gelernt hätten, bei der eine größere Aufregung geherrscht habe.

Passagiere in Hauptzielgebieten wie Mallorca oder den Kanaren böten sich gute Chance, Ersatzflüge zu bekommen. Anders sieht es nach Meinung von Lückertz in Zielgebieten wie Hurgharda in Ägypten aus. „Dann wird es spannend.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6372013?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker