Zuhause auf Zeit in größter Not
25.000-Euro-Spende für „Pelikanhaus“ am Clemenshospital

Münster -

Damit die Angehörigen von schwerkranken Kindern im Clemenshospital auch bei langen Klinikaufenthalten den Kleinen nah sein können, wollen die Alexianer ein Familienhaus mit 14 Appartements bauen. Das Unternehmen Brillux ist Projektpartner und spendete zum Auftakt 25.000 Euro.

Donnerstag, 07.02.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 07:03 Uhr
Freude über die 25 000-Euro-Spende von Brillux für das geplante Pelikanhaus gegenüber dem Clemenshospital (kleines Foto) v.l.: Ann-Christine Narloch und Dirk Hülsbusch (Brillux), Hartmut Hagmann (Alexianer), Dr. Martina Klein (Alexianer), Dr. Otfried Debus (Clemenshospital) und Sigrun Schembecker (Kinderstation Clemenshospital).
Freude über die 25 000-Euro-Spende von Brillux für das geplante Pelikanhaus gegenüber dem Clemenshospital (kleines Foto) v.l.: Ann-Christine Narloch und Dirk Hülsbusch (Brillux), Hartmut Hagmann (Alexianer), Dr. Martina Klein (Alexianer), Dr. Otfried Debus (Clemenshospital) und Sigrun Schembecker (Kinderstation Clemenshospital). Foto: hö/Günter Seggebäing

Es ist ein ambitioniertes Bauprojekt, das die Alexianer ausschließlich aus Spenden stemmen wollen: das „Pelikanhaus“ am Clemenshospital. Es soll Familien schwerstkranker Kinder, die über viele Wochen und Monate behandelt werden müssen, ein Zuhause auf Zeit sein. „Wir wollen einen Ort schaffen, um Eltern und Geschwistern, die oft physisch und psychisch sehr belastet sind, mehr Lebensqualität zu bieten“, erklärt Dr. Martina Klein, zuständig für das Fundraising der Alexianer.

Starthilfe von Brillux

Riesig war deshalb am Mittwoch die Freude, als das Unternehmen Brillux 25.000 Euro an die Kinder- und Jugendklinik am Clemenshospital als Starthilfe für das „Pelikanhaus“ übergab. Seit vielen Jahren bittet das Unternehmen von Weihnachtsgeschenken abzusehen und stattdessen für einen guten Zweck zu spenden. Dass die aufgestockte Summe dem Neubau eines Familienhauses am Clemens zugute kommen soll, sieht Brillux-Einkaufsleiter Dirk Hülsbusch als Fortführung einer guten Tradition. Auch für den Bau des Familienhauses am Uniklinikum habe das Familienunternehmen Starthilfe geleistet.

Familien in Extremsituationen

Geld, das Familien in Extremsituationen das Leben erleichtern soll. Denn das Clemenshospital hat sich, wie Dr. Otfried Debus deutlich macht, auf die kinderneurologische Frührehabilitation spezialisiert. Die jungen Patienten müssen meist nach Unfällen mit schweren Schäden am zentralen Nervensystem den Weg zurück ins Leben finden. Debus: „Es sind mitunter Klinikaufenthalte von bis zu einem Jahr notwendig.“ Zeiträume, in denen das Leben der betroffenen Familien auf den Kopf gestellt wird und es oft schwer zu bewerkstelligen ist, dem kranken Kind immer nah zu sein.

Das Wappentier der Alexianer: der Pelikan

Eine Übergangslösung hatte das Clemenshospital im alten Pfarrhaus der Johannes-Kirchengemeinde gefunden. Das Gebäude aus den 60er-Jahren sei in Sachen Zimmerausstattung und Technik inzwischen in einem schlechten Zustand und soll einem dreigeschossigen Neubau mit 14 Appartements, Gemeinschaftsräumen und Garten weichen, kündigt Klein an. Angelehnt an das Wappentier der Alexianer, das für Nächstenliebe steht, soll die neue Einrichtung „Pelikanhaus“ heißen. Über mindestens drei Jahre will der Brillux-Projektpartner nun die zu Weihnachten eingehenden Spenden hier einfließen lassen. Wenn insgesamt genügend Spenden eingehen, hoffen die Alexianer auf einen Baubeginn für das 2,4 Millionen teure „Pelikanhaus“ Anfang 2020. Klein: „Wir freuen uns über die bereits erfahrene breite Unterstützung in der Gesellschaft“ – auch von verschiedenen Vereinen. Den Alexianern sei es „eine Herzensangelegenheit, neben der medizinischen Behandlung auch seelischen Beistand für die Angehörigen zu leisten“.  

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