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IHK will Pendler aufs Rad lotsen

Münster -

Aktuell werden in Münster von den rund 1,4 Millionen täglichen Wegen rund 400 000 mit dem Fahrrad zurückgelegt. Doch 80 Prozent der Pendler nutzen das eigene Auto. „Für sie müssen Angebote als Alternative zum Auto geschaffen werden“, fordert die IHK. Dabei hat sie das Fahrrad im Blick

Donnerstag, 07.02.2019, 18:30 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 19:11 Uhr
Diskutierten über die Verbesserung des Radverkehrs: (v. l.) Ludger­ Koopmann, Kirsten Kuns, Dr. André Wolf, Joachim Brendel und Michael Milde.
Diskutierten über die Verbesserung des Radverkehrs: (v. l.) Ludger­ Koopmann, Kirsten Kuns, Dr. André Wolf, Joachim Brendel und Michael Milde. Foto: pd

Pendler, die Tag für Tag mit dem Auto zur Arbeit nach Münster fahren, kennen dieses Problem: Überlastete Einfallstraßen führen zu kilometerlangen Staus und erheblichen Verzögerungen im Berufsverkehr. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) suchten auf der Veranstaltung „Mit dem Rad zur Arbeit – so kann es gelingen!“ nach Lösungswegen aus der Misere.

Derzeit werden in Münster von den insgesamt rund 1,4 Millionen täglichen Wegen rund 400 000 mit dem Fahrrad zurückgelegt, heißt es in einer Pressemitteilung. 80 Prozent der beruflichen Einpendler nutzen das eigene Auto.

„Für sie müssen Angebote als Alternative zum Auto geschaffen werden. Das Fahrrad stellt hierbei einen von mehreren Bausteinen dar. Wir unterstützen diesen Ansatz sehr, gleiches gilt insbesondere auch für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs“, erklärte Joachim Brendel, IHK-Geschäftsbereichsleiter für Industrie und Verkehr, vor den gut 70 Teilnehmern. Damit verbunden sieht Brendel ein weiteres Problem: „Für die Unternehmen in Münster entsteht ein erhebliches Problem, wenn Fachkräfte aus der Stadt zu Arbeitgebern im Umland oder in andere Regionen abwandern, weil sie immer mehr Zeit brauchen, um ihren Arbeitsplatz in Münster zu erreichen.“

Erste Veloroute im nächsten Jahr

Einen wichtigen Beitrag für den Umstieg aufs Rad soll das Veloroutenkonzept für Münster und die Umlandkommunen leisten. Neben der Veloroute nach Telgte, die als Pilotprojekt in den Planungen bereits weit vorangeschritten sei und 2020 eröffnet werden soll, werden nun auch die Strecken nach Senden und Greven vorrangig angegangen, berichtete Michael Milde, Abteilungsleiter Verkehrsplanung, der Stadt Münster. „Wir schaffen damit ein besseres Angebot insbesondere für Pendler, die Entfernungen von bis zu 15 Kilometer zur Arbeit bewältigen müssen.“

Kirsten Kuns von der Westfalen AG zeigte zudem, welchen Beitrag die Unternehmen leisten können. Neben einem Jobticket biete die Westfalen AG ihren Mitarbeitern und deren Partnern auch das steuervergünstigte Leasing von Dienstfahrrädern an.

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