Female Affairs im Boulevard-Theater
Zum Heulen schön und komisch

Münster -

„Englisch, Deutsch, leicht skurril, a cappella mit Stil“ stellten sich die „Female Affairs“ vor, nachdem sie im Boulevard-Theater die Bühne betreten hatten. Ihre Mission des Abends: „Wir wollen unser Innerstes nach Außen bringen. Wir freuen uns auf einen intimen Abend.“

Mittwoch, 13.02.2019, 18:38 Uhr
Im Boulevard-Theater zeigten die „Female Affairs“, dass sie auch ohne Instrumente ein vielfältiges Klangangebot bieten können.
Im Boulevard-Theater zeigten die „Female Affairs“, dass sie auch ohne Instrumente ein vielfältiges Klangangebot bieten können. Foto: Ploch

Denn die fünf Damen – und der eine Herr – haben für die Zuhörer ein Mixtape ihrer persönlichen Lieblingssongs erstellt: „Kassetten gibt es ja gar nicht mehr, deshalb live und in Farbe“. Daher kommt auch der Name des Programms: „Mixtape 2.0“.

Mit ihren vielfältigen Stimmfarben klagten die Frauen darüber, was sie in ihrem Alltag beschäftigt: ob Heuschnupfen, die Steuererklärung oder die Liebe.

Sie tanzten über die Bühne und begeisterten die Zuschauer, die zum Takt mitwippten, von Beginn an. Da traf es sich gut, dass die immer mal wieder aufgefordert waren, mitzumachen, entweder durch Schnippen, Klatschen oder Nachsingen.

Bekannte Lieder aus Rock, Pop und Swing betexteten die Damen neu und nahmen damit augenzwinkernd die Männerwelt auf den Arm: Almut Treude sang davon, was sie alles gemacht hat, um einem Mann zu gefallen: „Doch das war alles nur ein Trick, damit ich dich krieg.“ Und dann kam die große Auflösung. „Und jetzt möchte ich, dass du mich liebst“, sang Treude, während sie nach und nach Tücher aus ihrem Dekolleté holte, sich ein Haarteil vom Kopf riss und die Brille aufsetzte.

Renate Schindler sang mit ihrer rauchigen Stimme davon, dass sie eine Vorliebe für alles Tiefe habe. Begleitet hat sie Peter Wehrmann, der unter Beweis stellte, dass er mit seinem Beatboxing alle Elemente des Schlagzeugs nachahmen kann.

Die A-cappella-Gruppe konnte auch ruhig und emotional sein. Die Sängerinnen und Sänger sangen Lieder, die ihnen persönlich viel bedeuten. „Man in the Mirror“ von Michael Jackson, „High“ von der „Lighthouse Family“ und „I’ll be loving you always“ von Stevie Wonder sorgten für Gänsehaut und Zurufe im Publikum. Einer der Höhepunkte des Abends: Jördies Treude imitierte eine E-Gitarre und traf zur Begeisterung der Besucher sogar den höchsten Ton.

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