Bauprojekte im Ortskern
Handorf verändert sein  Gesicht

Münster-Handorf -

Handorf erlebt derzeit den größten Strukturwandel seit Jahren. Während die Traditionsgastronomie verschwunden ist, boomt der Wohnungsbau.

Samstag, 16.02.2019, 13:00 Uhr
Die Tage des früheren Wersehofs sind gezählt: Im März soll der Abriss beginnen, die Baustelle wird derzeit eingerichtet.
Die Tage des früheren Wersehofs sind gezählt: Im März soll der Abriss beginnen, die Baustelle wird derzeit eingerichtet. Foto: spe

Das Zen­trum Handorfs erlebt derzeit die größten Veränderungen in seiner jüngeren Geschichte: Gaststätten verschwinden, der Wohnungsbau boomt, der Einzelhandel verändert sich rapide. Mehrere große Bauprojekte entlang der Handorfer Straße prägen in den kommenden Monaten das Ortsbild.

► Ab dem 1. März wird die Traditionsgaststätte „Wersehof“, die bereits im September geschlossen wurde, abgerissen. Architekt Edmund Meyer plant für den Investor Johannes Averbeck einen dreigeschossigen Neubau, der im Untergeschoss einen Lebensmittelmarkt mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche, in den Obergeschossen 32 Mietwohnungen von etwa 40 bis 100 Quadratmetern Größe und im Tiefgeschoss 35 Pkw-Stellplätze beherbergt. Das Gebäude wird auf Wunsch der Stadt direkt bis an den Straßenrand reichen – um so den Ortskerncharakter hervorzuheben. Parkplätze und eine Freifläche samt Spielplatz befinden sich im Hof auf der Rückseite. Die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2020 vorgesehen.

Viele neue Wohnungen

► 50 Wohneinheiten – vom 30-Quadratmeter-Appartment bis zur Wohnung mit mehr als 100 Qua­dratmetern – entstehen im Gebäudekomplex Handorfer Straße 19-23 . Die Arbeiten zur Kernsanierung sollen am 1. Juli beginnen . Mit Ausnahme der Werse-Apotheke, die während der Bauzeit geöffnet bleiben soll, müssen die gewerblichen Mieter bis dahin ausziehen. Investor Christoph Deckwitz hat den Gewerbetreibenden nach eigenen Angaben eine Rückkehr Ende 2020 in Aussicht gestellt. Auch die Ansiedlung eines Drogeriemarkts ist im Gespräch.

► Am weitesten gediehen ist der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses auf dem Grundstück der ehemaligen Traditionsgaststätte „Deutscher Vater“. Hier entstehen 14 Wohnungen zwischen 40 und 113 Quadratmetern Wohnfläche. In das 230-Quadratmeter-Ladenlokal im Erdgeschoss soll eine Bäckerei-Filiale mit Bistro einziehen , auch Außengastronomie ist vorgesehen. „Mitte dieses Jahres“ sollte das Objekt voraussichtlich fertig sein, sagt Investor Sven Wismann.

Verkehr umgestalten

► Mit dem Umzug des TSV Handorf und des Bürgerbads wird deren gemeinsames 6,64-Hektar-Grundstück am Kirschgarten frei für ein neues Baugebiet , dessen Planung derzeit beginnt. Rund 500 Meter von der Handorfer Straße entfernt entstehen dann einige Hundert Wohneinheiten.

► Die Handorfer Straße ist derzeit noch eine stark frequentierte Ausweichverbindung zwischen Telgte und Greven. Mit dem Bau der Umgehungsstraße in wenigen Jahren soll die Belastung spürbar sinken. Die Stadt will die Straße anschließend umgestalten; auch von einer verkehrsberuhigten Zone ist die Rede.

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