IHK-Wettbewerb Jugend forscht
Weg mit Mikroplastik und anderen Giften - Schüler stellen 48 Projekte vor

Münster -

Drängende Umweltprobleme haben die Jungforscher beim Wettbewerb „Jugend forscht“ aufgegriffen und Ideen entwickelt. Am Donnerstag stellten die bis 14-Jährigen in der Kategorie „Schüler experimentieren“ der Jury ihre kreativen Projekte vor.

Donnerstag, 21.02.2019, 19:00 Uhr
Sie haben in Versuchsreihen Mikroplastik in Shampoos aufgespürt und zeigen, worauf man beim Einkauf achten muss (v.l.): Antonia Gärtner, Hannah Franziska Wellenkötter und Greta Josefine Bergner.
Sie haben in Versuchsreihen Mikroplastik in Shampoos aufgespürt und zeigen, worauf man beim Einkauf achten muss (v.l.): Antonia Gärtner, Hannah Franziska Wellenkötter und Greta Josefine Bergner. Foto: Oliver Werner

Bienenwachs statt Plastik, Biokraftstoff aus Pflanzenölen, Energie aus Salzwasser und Mikroplastik in Kosmetikprodukten – mit aktuell drängenden Umweltthemen haben sich auch die Jungforscher beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ auseinandergesetzt. „In vielen konventionellen Shampoos befindet sich Mikroplastik.

Und selbst in einem von fünf untersuchten Bioshampoos haben wir Spuren davon entdeckt“, beklagen Hannah Franziska Wellenkötter, Greta Josefine Bergner und Antonia Gärtner von der Marienschule. Die engagierten Siebtklässlerinnen schrieben zudem Hersteller an und stellten sie zur Rede.

Kreative Erfindungen

Die lebenspraktischen Erkenntnisse der Mädchen, die dafür zahlreiche Proben mikroskopiert haben, stößt am Donnerstag bei Besuchern und Mitschülern anderer Stände auf Interesse. Und Greta Josefine gibt den praktischen Tipp: „Keine Shampoos kaufen, in denen PEG oder Polyquaternium enthalten ist“.

Mit umweltverträglichen Antriebssystemen haben sich Malte Cox, Urs Mersmann und Leo Roer vom Wilhelm-Hittorf-Gymnasium auseinandergesetzt. Als Ersatz für den Verbrennungsmotor haben sie ein Gefährt mit Windantrieb und Solarzellen gebaut. „Das würde bei Autos und am einfachsten bei Zügen funktionieren“, resümiert Urs Mersmann.

Jugend forscht: Nachwuchsforscher stellen sich der Jury

1/23
  • Den 1. Preis in Technik holten Malte Cox, Urs Mersmann und Leo Roer (Wilhelm-Hittorf-Gymnasium) für ihr Mobil, das mit Wind- und Solarenergie angetrieben wird.

    Foto: Oliver Werner
  • Einem Kometen auf der Spur: Dylan Bloom und Michel Dahlhaus (Pascal-Gymnasium) erhielten den 2. Preis Geo- und Raumwissenschaften.

    Foto: Oliver Werner
  • Daniel Bennour (Gymnasium Wolbeck) hat mit seiner Roboter-Biene den 3. Preis in der Sparte Mathematik/Informatik geholt.

    Foto: Oliver Werner
  • Wenn Wasser siedet... Marvin Partanen, Lennard Mersch und Robin Partanen (Gymnasium St. Mauritz) holten den 3. Preis Chemie und einen Sonderpreis.

    Foto: Oliver Werner
  • Wie funktioniert eine Magnetbahn? Lars Nippert (Gymnasium St. Mauritz) bekam für sein Forschungsprojekt den 3. Preis in Physik.

    Foto: Oliver Werner
  • Mika Maschning, Alexander Kanter und Leonard Breul (Gymnasium Wolbeck) mit ihrem Ultraschall-basierten Frühwarnsystem für Blinde. Sie erhielten den Preis von Münsters Experimentierlabor Physik.

    Foto: Oliver Werner
  • Wie man das Beschlagen von Autoscheiben verhindert untersuchte Johanna Leidel (Marienschule) und erhielt dafür den 3. Preis in Physik.

    Foto: Oliver Werner
  • Sie haben in Versuchsreihen Mikroplastik in Shampoos aufgespürt und zeigen, worauf man beim Einkauf achten muss (v.l.): Antonia Gärtner, Hannah Franziska Wellenkötter und Greta Josefine Bergner. Dafür erhielten sie den Sonderpreis der IHK Nord Westfalen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner
  • Die 97 Teilnehmer der Sparte „Schüler experimentieren“ beim Wettbewerb „Jugend forscht“ haben ihre Projekte in der Stadthalle Hiltrup der Jury präsentiert. Foto: Oliver Werner

Alternativen zu Kunststoff-Verpackungen, die Ökosysteme belasten, hat sich Vladislavs Jegorkins (12) vom Kardinal-von-Galen-Gymnasium überlegt – aus Zucker, Stärke, Glycerin und Essigsäure. „Das löst sich innerhalb von einer Woche im Meer auf.“

Hilfe für Blinde

Blinden Menschen soll indes ein Ultraschall-basiertes und Entfernungen messendes System zugute kommen, das Schüler des Gymnasiums Wolbeck entwickelt haben. Manschetten mit Warnstreifen an Kopf, Hüfte und Fuß gibt dem Blinden ab einem Abstand von 50 Zentimetern bestimmte akustische Signale. Denn, so Leonard Breul: „Wir haben gesehen, wie schwierig es für blinde Menschen ist, unter anderem die Straße zu überqueren.“

Was ihn und seine Mitschüler Mika Maschning und Alexander Kanter antreibt, in ihrer Freizeit für den Wettbewerb zu arbeiten? Die Antwort kommt freudestrahlend und wie aus der Pistole geschossen: „Es macht einfach Spaß, Sachen auszutüfteln“.

Spaß an Mint-Fächern wecken

Genau diesen Spaß an den sogenannten Mint-Fächern, also Naturwissenschaften, Informatik und Technik möchten die Organisatoren des Wettbewerbs „Jugend forscht“ vermitteln. Nicht ohne Hintersinn. Denn, so IHK-Abteilungsleiter Dr. Eckhard Göske: „Wir betreiben Talentförderung in einer Region mit starker Industrie“. Und für die Sicherung des Wohlstands „brauchen wir Nachwuchskräfte“, unterstreicht auch Sören Bauermann, Geschäftsführer der BASF Coatings GmbH.

Der Wettbewerb „Jugend forscht“ biete eine „exzellente Vorbereitung auf das spätere Berufsleben“, so Göske. Projekte müssen entwickelt, Rückschläge verkraftet und Ergebnisse vor fremden Menschen überzeugend präsentiert werden. Eine „Talent- und Persönlichkeitsförderung mit kreativen Freiräumen“, die Schule oft nicht biete, weiß Wettbewerbsleiter Bertold Sommer.

Die Sieger aus Münster

Hier die Sieger münsterischer Schulen unter den 97 Teilnehmern der Sparte „Schüler experimentieren“ der bis 14-Jährigen:

Chemie: 3. Preis Marvin Partanen, Lennard Mersch, Robin Partanen (Gymnasium St. Mauritz)

Geo- und Raumwissenschaften: 1. Preis Samuel Schmitz, Jan Reddig (Gymnasium St. Mauritz), 2. Preis Dylan Bloom, Michel Dahlhaus (Pascal-Gymnasium)

Mathematik/Informatik: 3. Preis Daniel Bennour (Gymnasium Wolbeck)

Physik: 2. Preis Vincent Cüppers, Murtada Kalulus (Gymnasium Wolbeck), 3. Preis Johanna Leidel (Marienschule Münster); Lars Nippert (Gymnasium St. Mauritz)

Technik: 1. Preis Malte Cox, Urs Mersmann, Leo Roer (Wilhelm-Hittorf-Gymmasium)

Preis Mexlab Physik von Münsters Experimentierlabor Physik: Mika Maschning, Alexander Kanter, Leonard Breul (Gymnasium Wolbeck)

Sonderpreis der BASF Coatings GmbH:Chemie: Marvin Partanen, Lennard Mersch, Robin Partanen (Gymnasium St. Mauritz)

Sonderpreis IHK Nord Westfalen: Antonia Gärtner, Hannah Franziska Wellenkötter, Greta Josefine Bergner (Marienschule)

Die jeweils Erstplatzierten dürfen ins Landesfinale am 3. und 4. Mai im Haus der Technik in Essen.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6408798?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker