Filiale in Münster soll im Sommer umgebaut werden
Finke schließt vorübergehend

Paderborn -

Beim Möbelhaus Finke ist seit der Übernahme durch Höffner viel in Bewegung. Das Haus in Paderborn wird abgerissen, in Kassel und Münster wird kräftig umgebaut. Dafür werden beide Möbelhäuser für einige Monate schließen.

Montag, 25.02.2019, 10:30 Uhr aktualisiert: 25.02.2019, 12:30 Uhr
Die Finke-Filiale in Münster macht im Sommer für zwei Monate dicht. Die Mitarbeiter bekommen ihren Lohn weiterhin gezahlt.
Die Finke-Filiale in Münster macht im Sommer für zwei Monate dicht. Die Mitarbeiter bekommen ihren Lohn weiterhin gezahlt. Foto: Oliver Werner

Möbel-Mogul Kurt Krieger (Höffner) will die Finke-Einrichtungshäuser fit für die Zukunft machen. Während das Stammhaus in Paderborn abgerissen wird, soll das Haus in Kassel umgebaut werden. Auch für den Standort Münster ist eine umfangreiche Umgestaltung geplant. Dafür werden die Häuser in Kassel und Münster noch in diesem Jahr für mehrere Monate geschlossen.

Finke-Geschäftsführer Franz-Josef Golüke erklärte auf Anfrage, dass ihm nicht bekannt sei, was die neuen Eigentümer am Standort des heutigen Finke-Einrichtungshauses in Paderborn planten. „Die Neubau-Gerüchte sind Spekulation“, sagte er. Der Zeitplan für das Paderborner Stammhaus sehe vor, sagte Golüke, dass bis zum 30. März der Ausverkauf weiter laufe.

Ausverkauf in Paderborn

Die Nachfrage sei in allen Abteilungen groß. Die Ausstellungsküchen seien zwar nahezu ausverkauft, es gebe aber noch in anderen Möbelsortimenten reichlich Auswahl. Auch die Deko und das Mobiliar könnten erworben werden. Die Spielgeräte im Kinderparadies ­seien aber schon verkauft.

Falls am 30. März noch nicht alle Waren an den Mann oder die Frau gebracht seien, werde der Ausverkauf in Paderborn möglicherweise um einige Wochen verlängert. Die Mitarbeiter im Verkauf haben bekanntlich bis zum 30. Juni eine Beschäftigungs­garantie. Für sie sind Transfer­gesellschaften gegründet worden, um sie weiter zu qualifizieren.

Neueröffnung in Kassel im Herbst

Bereits im Herbst 2019 werde mit dem Abriss des Möbelhauses (42.000 Quadratmeter Verkaufsfläche) in Paderborn begonnen. Nach dem 31. Dezember 2019 – dem letzten Arbeitstag der Mitarbeiter der Verwaltung – verschwinde auch dieser Bereich. Im Frühjahr 2020 werde kein Gebäude mehr stehen, kündigte Golüke an.

In Fuldabrück bei Kassel sei die Schließung des Finke-Hauses auf den 31. März terminiert. Danach würden Teile des Möbelhauses abgerissen und neu errichtet. Im Herbst will Finke dort neu eröffnen. „Es entsteht ein wunderschönes, neues Möbelhaus“, kündigte der Geschäftsführer an. Auch die Umbaupläne in Münster machten dort eine zweimonatige Schließung im Sommer notwendig. Dort soll ebenfalls im Herbst neu eröffnet werden.

Freistellung bei Lohnfortzahlung

Während der Umbauarbeiten in Kassel und Münster würden die Mitarbeiter bei Lohnfortzahlung freigestellt. Golüke machte erneut deutlich, dass die Finke-Logistik am Standort Paderborn bestehen bleibe. Gestrichen würden jedoch die 80 Stellen in der Logistik-Verwaltung. Für das Xara-Küchen­studio in Paderborn gebe es mittelfristig eine Bestandsgarantie.

Den zu Finke gehörenden Möbel-Discounter „Preis­rebell“ soll es auch in Zukunft geben, betont Finke-Geschäftsführer Franz-Josef Golüke. Lediglich der kleinste Standort (Beckum) werde in absehbarer Zeit schließen. Im Bestand bleiben Paderborn, Kassel, Münster und Erfurt.

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