Entwürfe für neues Südbad am Inselbogen
Schwimmer blicken nach draußen

Münster -

Architekt Arno Meyer wuchs an der Habichtshöhe auf – und wurde von seinen Eltern als Kind und Jugendlicher regelmäßig ins Südbad zum Schwimmen geschickt. Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Grützmacher ging als Student in seiner Studienzeit in Münster Ende der 80erJahre im alten Südbad am Inselbogen baden. Keine schlechten Voraussetzungen für den Neubau des vor zwölf Jahren geschlossenen und vor elf Jahren abgerissenen Südbades, das nun nach Plänen des Architektenbüros „Hartig Meyer Wömpner“ aus Münster von den Stadtwerken errichtet werden soll. Die Stadtwerke haben dafür mit einer Bäder GmbH eine neue Abteilung gegründet. Der fertige Bau soll dann an die Stadt Münster verpachtet werden, erklärte Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier das organisatorische Modell.

Montag, 25.02.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 26.02.2019, 14:20 Uhr
So soll das neue Südbad aussehen. Der Entwurf des münsterischen Architektenbüros „Hartig Meyer Wömpner“ hat den Wettbewerb gewonnen – wichtig ist den Planern die städtebauliche Einbindung in der Siedlung „Grüner Grund“.
So soll das neue Südbad aussehen. Der Entwurf des münsterischen Architektenbüros „Hartig Meyer Wömpner“ hat den Wettbewerb gewonnen – wichtig ist den Planern die städtebauliche Einbindung in der Siedlung „Grüner Grund“. Foto: Architekten Hartig Meyer Wömpner

Die münsterischen Architekten Jochen Hartig, Arno Meyer und Ralf Wömpner sind Sieger des jetzt entschiedenen Wettbewerbs, den die Stadtwerke ausgelobt hatten. Von den zahlreichen Interessenten für den Wettbewerb waren 20 Büros aufgefordert worden, Entwürfe einzureichen. Dass der Siegerentwurf, wie sich nach der Kür herausstellte, von einem münsterischen Büro stammt, freut die Beteiligten besonders. Platz zwei und drei belegten Büros aus Köln und Stuttgart. Ein Grund für den Sieg der Münsteraner, so sieht es Stefan Grützmacher, sei wohl auch deren „Ortskenntnis“.

Die Architekten haben den künftigen Bau auf dem für ein Schwimmbad mit rund 5000 Quadratmetern sehr knapp bemessenen Grundstück am Inselbogen zur historischen Gartensiedlung „Grüner Grund“ hin ausgerichtet. Schwimmer blicken künftig dorthin. Und Bewohner der Siedlung auf das Bad. Arno Meyer fühlte sich früher stets an ein „Kurhaus“ erinnert – ähnlich positiv soll der Eindruck auch künftig sein. Eingang, Umkleidebereich und eine nach Süden hin ausgerichtete Terrasse werden im rückwärtigen Teil angesiedelt. Vor dem auf einem Stufensockel leicht erhöht thronenden Bad mit einer Fassade aus Glas und hellem Sichtbeton bleibe, so Architekt Ralf Wömpner, genug Platz zum Anhalten für Busse, die Schulklassen zum Schwimmunterricht bringen. Schulen und Vereine, so unterstreicht es Sportamtsleiter Michael Willnath bei der Vorstellung der Pläne, „haben Vorrang bei der Nutzung des künftigen Südbades“, das 2021 fertig werden soll. Für Schulen aus dem Süden der Stadt ist die Organisation des Schwimmunterrichts seit dem Wegfall des früheren Südbades sehr zeitaufwendig. Die meisten Kinder werden per Bus nach Roxel gefahren. „Wir werden aber auch Schwimmzeiten für die Öffentlichkeit einrichten“, verspricht Willnath.

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