EVK Münster eröffnet neue Intensivstation
Lange Planungszeit beendet

Münster -

Das Evangelische Krankenhaus Johannisstift im Kreuzviertel verdoppelte die Anzahl seiner Intensivplätze von fünf auf zehn Betten. Drei Millionen Euro investierte das Haus in die Erweiterung.

Freitag, 01.03.2019, 17:40 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 17:48 Uhr
Präsentierten eines der Zimmer auf der neuen Intensivstation des Evangelischen Krankenhauses Johannisstift (v.l.): Michael van Helden, Jochen Brink, Dirk Böwer, Timo Schumann und Dr. Verena Lange.
Präsentierten eines der Zimmer auf der neuen Intensivstation des Evangelischen Krankenhauses Johannisstift (v.l.): Michael van Helden, Jochen Brink, Dirk Böwer, Timo Schumann und Dr. Verena Lange. Foto: Oliver Werner

Die beiden Mitarbeiterinnen des Evangelischen Krankenhauses (EVK) Johannisstift, Britta Schmidt und Katharina Diete, sehen sich gespannt in den neuen Räumen des Krankenhauses an der Wichernstraße um. Sie stehen im ehemaligen Kreißsaal. Die eine wurde hier vor 28 Jahren geboren, die andere hat hier vor sieben Jahren ihren Sohn zur Welt gebracht. Jetzt wird dem alten Kreißsaal neues Leben eingehaucht. Das EVK nimmt eine neue Intensivstation in Betrieb.

Drei Millionen Euro investierte das EVK, das zu den Valeo-Kliniken gehört, in den Um- und Anbau. Das Land ist mit einem Drittel der Kosten für die Erweiterung der Intensivstation um fünf auf zehn Betten beteiligt. Ab Montag werden die ersten Patienten einziehen. Am Freitagnachmittag wurde die Station offiziell eröffnet.

Die ersten gezeichneten Pläne für eine neue Intensivstation lagen ihr Ende des Jahres 2013 vor, betonte Dr. Verena Lange, Chefärztin der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des EVK. Es folgten Diskussionen und Herausforderungen. Dazu gehörten unter anderem auch neue Begrifflichkeiten wie ein Desinfektionszumischgerät oder ein Abfallsortiersammler. Michael von Helden, Kaufmännischer Direktor, berichtete von „15 Umsetzungsplanungen“.

Das Haus mit seinen 180 Betten und 350 Beschäftigten legt einen besonderen Fokus auf die Altersmedizin und reagiere damit nach eigenen Angaben auf den bedingt durch die demografische Entwicklung wachsenden Bedarf. Das EVK sei zwar in Nordrhein-Westfalen eines der kleineren Häuser, aber es habe seinen festen Platz gefunden, betonte Jochen Brink, Geschäftsführer des EVK Münster und Vorstand der Valeo-Kliniken GmbH, die ihren Sitz in Hamm hat und vier Häuser betreibt.

Timo Schumann, Pflege-Abteilungsleiter auf der Intensivstation, freute sich über viele neue Mitarbeiter im jungen Team der 35 Beschäftigten. Trotz des Pflegekräftemangels seien alle ausgeschriebenen Stellen in der Intensivpflege besetzt worden.

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