FDP fordert einen Mann als Mitarbeiter
Frauenbüro wird Gleichstellungsamt

Münster -

Vom städtischen Frauenbüro zum Amt für Gleichstellung: Der Blick der Gesellschaft auf die Gleichstellung hat sich über die Jahre verändert. Das kommt seit dem 1. März auch im neuen Namen für das bisherige Frauenbüro im Stadthaus 1 zum Ausdruck. Die FDP reagiert mit einer Forderung auf die Umbenennung.

Freitag, 01.03.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 01.03.2019, 21:25 Uhr
Aus dem im Stadthaus 1 beheimateten Frauenbüro wird das Amt für Gleichstellung.  
Aus dem im Stadthaus 1 beheimateten Frauenbüro wird das Amt für Gleichstellung.   Foto: Oliver Werner

„Münster stellt sich für die Zukunft auf. Dazu gehört, dass die Gleichstellung von Männern und Frauen und die tatsächlich gelebte Vielfalt der Geschlechter und Orientierungen ihren Platz in unserer Stadt haben“, so Oberbürgermeister Markus Lewe. „Das ist eine Frage der Toleranz und zugleich eine Frage der Zukunftschancen für diese Stadt.“

Als Amt für Gleichstellung wird das bisherige Frauenbüro „aktiv und umfassender als bisher auch Aufgaben einer männer- und jungenorientierten Gleichstellungspolitik wahrnehmen und darüber hinaus für das Arbeitsfeld hinsichtlich der Vielfalt der sexuellen Orientierungen zuständig“, kündigt dessen Leiterin Martina Arndts-Haupt in einer städtischen Pressemitteilung an.

"Ganzheitliche Gleichstellungsorientierung"

Mit dem neuen Amt mache die Stadt einen Schritt „zur ganzheitlichen Gleichstellungsorientierung in der kommunalen Daseinsvorsorge“, sagte Oberbürgermeister Lewe. Zugleich würden die Profile der Frauenförderung, der Männer- und Jungenarbeit und der Begleitung der Vielfalt sexueller Orientierungen deutlich erkennbar bleiben.

Auch auf die bewährten Formen der Zusammenarbeit von Politik, gesellschaftlichen Gruppen und fachlichen Netzwerken werde weiterhin gesetzt, heißt es.

Münster als Vorreiter

In einer Pressemitteilung begrüßt die FDP die Änderung. „Endlich macht die Bezeichnung als ,Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern‘ auch nach außen deutlich, welche Arbeit drinnen geleistet wird“, so Julia Dawert, FDP-Vertreterin im Ausschuss für Gleichstellung. Die weitere FDP-Forderung nach Besetzung wenigstens einer Stelle im Gleichstellungsbüro mit einem Mann will die Verwaltung juristisch prüfen.

„Mit einem männlichen Ansprechpartner könnte Münster durchaus eine Vorreiterrolle für ähnlich große Städte spielen. Wir sind jedenfalls gespannt auf die neue Konzeption des Büros“, so Julia Dawert weiter.

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