Große Resonanz auf Aufruf
400 Kilogramm gespendete Hosen

Münster -

Nicht ihr letztes Hemd, sondern lediglich nicht mehr benötigte Hosen sollten die Münsteraner als Hilfe für geflüchtete Menschen in Lesbos geben. Und es kamen einige zusammen.

Dienstag, 05.03.2019, 15:00 Uhr
40 Kartons voll mit Hosen verluden (v.l.) Doris Hess-Diebäcker, Amir El-Omari, Georgios Tsakalidis und Pauline Vormann.
40 Kartons voll mit Hosen verluden (v.l.) Doris Hess-Diebäcker, Amir El-Omari, Georgios Tsakalidis und Pauline Vormann. Foto: Björn Meyer

Seit 2015 kümmert sich die Nichtregierungsorganisation Lighthouse Relief um geflüchtete Menschen, die in Griechenland stranden. Tausende sind nach Angaben der Organisation in den vergangenen Jahren so mit dem Notwendigsten versorgt worden. Was dabei oft fehlt sind, so banal es vielleicht klingen mag, Hosen in kleinen Größen.

Aus diesem Grund hatten die Initiative „Münster – Stadt der Zuflucht“ und der Integrationsrat der Stadt die Bürger Münsters, auf Initiative von Melina Rotter, über unsere Zeitung um Hosenspenden gebeten. „Kleine Hosen für große Hilfe“ war der Aufruf überschrieben, der auf große Resonanz stieß: Rund 400 Kilogramm wurden gestern in 40 Kartons von den Freiwilligen Amir El-Omari und Pauline Vormann nach Hamburg gebracht. Von dort gehen die Hosen mit dem Hamburger Hilfskonvoi anschließend Richtung Lesbos.

Auf Missstände hinweisen

Doris Hess-Die­bäcker und Dr. Georgios Tsakalidis verluden die Kartons am Dienstagmorgen. „Wir bedanken uns bei denjenigen, die geholfen haben“, sagte Tsakalidis. Man möchte mit der Aktion einerseits helfen, andererseits aber auch „noch einmal auf die schlechten Verhältnisse vor Ort hinweisen“, stellte Hess-Diebäcker klar. Denn noch immer würden Tausende Menschen im Jahr dort ankommen.

Neben Hosen kamen auch viele andere Kleiderspenden beim Integrationsrat an. Diese wurden dem DRK übergeben.

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