Interview zu Golden-Silence-Festival
„Einmalig in Deutschland“

Münster -

Münster bekommt ein neues Festival. Am 2. November soll die Premiere des Golden-Silence-Festivals im Skaters Palace auf die Bühne gebracht werden. Mitveranstalter Janosch Rathmer erzählt im Interview, warum das Festival in Deutschland einzigartig ist.

Donnerstag, 07.03.2019, 09:00 Uhr
Janosch Rathmer (37) aus Münster ist Schlagzeuger der Bands Long Distance Calling und Zodiac. Zusammen mit Jan Hoffmann veranstaltet er im November 2019 zum ersten Mal das Golden-Silence-Festival.
Janosch Rathmer (37) aus Münster ist Schlagzeuger der Bands Long Distance Calling und Zodiac. Zusammen mit Jan Hoffmann veranstaltet er im November 2019 zum ersten Mal das Golden-Silence-Festival. Foto: Michael Winkler

Der Festivalkalender von Münster wird um ein Event bereichert. Am 2. November soll die Premiere des Golden-Silence-Festivals im Skaters Palace auf die Bühne gebracht werden. Mitveranstalter Janosch Rathmer, Drummer der Bands Long Distance Calling und Zodiac, erzählt im Interview mit unserem Redakteur Pjer Biederstädt, warum das Festival in Deutschland einzigartig ist, wie man Künstler ganz leicht gefügig machen kann und welche Bands bereits zugesagt haben.

Braucht Münster wirklich ein weiteres Festival?

Janosch Rathmer: Auf jeden Fall. Denn das Konzept unseres Festivals ist außergewöhnlich. Mir ist nicht bekannt, dass es so etwas in Deutschland schon gibt.

Wie sieht das Konzept aus?

Rathmer: Die Acts bedienen fast alle Stile. Rock, Funk, Hip Hop, Electro, Post-Rock – es ist breit gefächert. Aber es gibt eine Gemeinsamkeit: Es wird nur Musik ohne Gesang geben, also nur Instrumentales.

Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Rathmer: Jan Hoffmann und ich (Organisatoren des Festivals, Anm. d. Redaktion) spielen zusammen in der Band Long Distance Calling. Wir haben zwei Alben mit Gesang herausgebracht, aber unser Hauptaugenmerk liegt schon auf Instrumentalmusik. Und weil wir immer mal ein Festival auf die Beine stellen wollten, haben wir diese Idee umgesetzt. Denn es gibt viele spannende Instrumental-Bands. Und weil wir ewig nicht in Münster aufgetreten sind, stehen wir mit Long Distance Calling bei der Premiere auch selbst auf der Bühne.

Welche Bands sind neben Ihrer bisher Teil des Line-ups?

Rathmer: Fest zugesagt haben Mutiny on the Bounty aus Luxemburg, die tanzbaren Rock mit elektronischem Einschlag spielen. Außerdem kommen die Post-Rocker von ef aus Schweden. Die Berliner Band KUF macht experimentellen Techno mit einer Mischung aus live gespielten Instrumenten und Samples. Dazu gesellen sich noch ein paar lokale Bands. Wahrscheinlich etwas aus den Sparten Hip Hop und Funk. Wir sind noch auf der Suche, haben aber auch schon Acts in Aussicht.

Wenn viele verschiedene Stile das Festival prägen, wer ist dann die Zielgruppe?

Rathmer: Im Grunde jeder, aber es spricht hauptsächlich Musikbegeisterte an und nicht unbedingt diejenigen, die angeben, alles zu mögen, was so im Radio läuft.

Am 2. November soll die Premiere stattfinden. Wie weit sind Sie in der Organisation?

Rathmer: Wir designen gerade die Early-Bird-Tickets, außerdem arbeiten wir an unserer Online-Präsenz. Und dann wird ordentlich promotet.

Als Drummer von zwei Bands werden Sie sonst von anderen gebucht, jetzt sind Sie selbst Booker. Wie ist der Perspektivwechsel?

Rathmer: Ich habe schon Erfahrung, denn ich war schon mal als Booker aktiv. Jan ist im Musikmanagement tätig, es ist also kein Neuland für uns. Aber es ist wichtig, auch die andere Seite zu kennen.

Warum?

Rathmer: Weil ich so weiß, was den Bands wichtig ist. Zum Beispiel ist ein gutes Catering die halbe Miete (lacht).

Wieso heißt das Festival Golden Silence?

Rathmer: Wir sind über das Sprichwort Reden ist Silber, Schweigen ist Gold darauf gekommen. Das passt einfach zu einem Festival ohne Gesang. Und es hat eine zweite Ebene.

Nämlich?

Rathmer: In den Zeiten von Social Media sei daran erinnert, dass man erst nachdenken sollte, bevor man etwas sagt. Manchmal ist es auch gut, einfach die Klappe zu halten.

Zum Thema

Golden Silence Festival, 2. November, Skaters Palace, Dahlweg 126, Eintritt: Early-Bird-Tickets 30 Euro zzgl. VVK-Gebühren, danach zwischen 35 und 40 Euro.

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