50 Jahre Ludgeristraße
Erste Fußgängerzone in der Stadt

Münster -

Die Ludgeristraße war 1969 die erste Fußgängerzone, die in der Stadt eingerichtet wurde. Im September wird der runde Geburtstag gefeiert.

Freitag, 08.03.2019, 10:00 Uhr
Die Fußgängerzone Ludgeristraße feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen.
Die Fußgängerzone Ludgeristraße feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen.

Schön sieht anders aus, trotzdem ist die Fußgängerstraße im Ludgeriviertel Münsters älteste Fußgängerzone mit einer hohen Besucherfrequenz. Die Einkaufsstraße wurde vor 50 Jahren eingerichtet, ein Grund für den Verein Ludgeriviertel, in diesem Jahr das Jubiläum ihres Herzstücks zu feiern. Geplant ist ein zweitägige Fest am 6. und 7. September, das parallel zum Schauraum angeboten wird.

Die Initiatoren des Vereins der Kaufleute und Hauseigentümer freuen sich, dass sie Münster-Marketing an ihrer Seite haben, um die Veranstaltung zu organisieren. Plätze im Viertel wie der Adolph-Kolping-Platz am Vapiano an der Königsstraße, der Harsewinkelplatz und der Marienplatz werden in die Geburtstagsfeier einbezogen.

Für den neuen Vorstand mit Jürgen Becker an der Spitze, Petra Pottmeyer als Stellvertreterin und Henrike Stupperich-Becker als Schriftführerin sowie den Beisitzern Franz-Josef Zumnorde und Jörg Pantenburg beginnt die Arbeit mit einem Feuerwerk an Aufgaben. Insgesamt 26 Mitglieder zählt der Verein, der sich seit Jahren um eine Verschönerung des Marienplatzes an der Ludgerikirche als Eingangstor ins Viertel bemüht. Inzwischen sei auch die Pfarrgemeinde St. Lamberti, zu der St. Ludgeri gehört, mit im Boot, freut sich der Vorsitzende über die aktuellen Entwicklungen.

Auf Initiative der Kaufleute wurde die Ludgeristraße im Jahr 1960 bereits verkehrsberuhigt, um sie dann 1969 in eine Fußgängerzone auszubauen. Franz-Josef Görtz rief 1969 die Bürgergemeinschaft Ludgeristraße ins Leben. Gemeinsam mit Ludger Röhm von Hettlage „klapperte“ er andere Städte ab, um sich dort zu erkundigen, wie Fußgängerzonen funktionieren. Schon damals hatte Münster kein Geld, die Bürgergemeinschaft sprang ein.

20 Jahre nach der Eröffnung der Fußgängerzone wurde der Belag der Straße erneuert, berichtet Petra Pottmeyer. Das Vorstandsmitglied war bis letztes Jahr noch aktive Händlerin auf der Ludgeristraße. Die Mitinitiatorin der Beleuchtung der Ludgerikirche berichtet von rund 40 Baustellen, die sie im Laufe ihrer Zeit auf der Ludgeristraße gezählt habe. Immer wieder sei der Straßenbelag ausgebessert worden.

Neben dem Jubiläum hat der Verein aber auch Themen wie die Weihnachtsbeleuchtung auf der Tagesordnung. Jedes Jahren würden sie rund 110 Händler im Viertel anschreiben und um einen Beitrag bitten, der sich zwischen 50 und rund 100 Euro bewege. Immer weniger Betriebe seien jedoch bereit, sich finanziell zu beteiligen, bedauert Jürgen Becker. EDer Vorsitzende verweist auf die Nachbarstadt Osnabrück, wo es aufgrund solcher Reaktionen von Kaufleuten in der dortigen Innenstadt streckenweise dunkel geblieben sei.

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