Klamotten-Diebe im Ostbad
Nur noch Bikini und Schuhe

Münster -

Hosenlose Frechheit! Im Ostbad sind einer Studentin und ihrer Begleitung die Kleidungsstücke gestohlen worden. Das hat auch damit zu tun, dass sich viele Spinde im Bad nicht verschließen lassen.

Montag, 11.03.2019, 17:05 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 17:08 Uhr
Schließsystem im Ostbad
Im Ostband ist eine Frau bestohlen worden. Foto: Oliver Werner

Im Ostbad sind seit längerer Zeit nicht alle Spinde abschließbar. Der Grund: Die Schlösser sind defekt (wir berichteten) . Das sorgt bei Kunden für Verdruss – und offenbar bei Langfingern für spitze Finger. Am Samstag sind einer 21-jährigen Studentin und ihrer Begleitung aus zwei unverschlossenen Spinden die Kleidungsstücke sowie ein Rucksack gestohlen worden. Nur noch den Bikini und Schuhe, die der Täter offenbar nicht wollten, habe sie zur Verfügung gehabt, berichtet das Opfer, dem schließlich die Eltern Ersatzkleidung brachten.

Eigentlich, so sagt die junge Frau, habe sie ihre Kleidungsstücke sehr wohl abschließen wollen. Doch nach drei Versuchen an verschiedenen Schränken habe sie aufgegeben und ihre Sachen in einen Schrank gelegt, den man nicht habe abschließen können. So verfuhr auch ihr Begleiter. Die Folge: Lediglich ihre Schuhe sowie die Jacke des Begleiters seien noch vor Ort gewesen, als sie nach rund 90 Minuten zu ihren Schränken wiederkehrten.

Anzeige erstattet

Alles andere habe der Täter wohl in den Rucksack der Frau verstaut und mitgenommen. Die zurückgelassene Jacke sei durchsucht, das wenige Bargeld darin ebenfalls gestohlen worden. Eine Anzeige liegt der Polizei vor.

Doch noch etwas sorgt bei der jungen Frau für schlechte Stimmung. Auf Nachfrage, ob man denn nicht die Aufnahmen der Überwachungskamera auswerten könne, habe man ihrem Begleiter gesagt, dass es zwar eine Kamera gebe, die Bilder aber unbrauchbar seien. „Warum gibt es dann eine Kamera?“, fragt die junge Frau.

Kamera-Aufzeichnungen sichern

Bei der Stadt hat man eine andere Sicht auf die Dinge. Von den 600 Garderobenschränken im Bad seien 540 im Betrieb. Gerade erst habe man 45 Schlösser erneuert, fasst Winfried Reher, Leiter der Fachstelle Bäder, zusammen. Reher weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es auch in der unteren Etage in den Sammelunterkünften abschließbare Schränke gebe: „Auch wenn es nicht optimal ist, aber wer oben keine findet, kann es unten probieren“, so Reher.

Die Kamera-Aufnahmen will Reher für die Polizei sichern. Er sagt, die Mitarbeiterin habe zu verstehen geben wollen, dass es aufgrund der Größe des überwachten Bereichs, schwierig zu sehen sei, wer mit dem gestohlenen Rucksack aus dem Bad gegangen sei.

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