GZA im Skaters Palace
Lehrstunde in Sachen Rap

Münster -

Eine Rap-Legende in Münster: Gary Grice – aka The Genius aka GZA – ist als Mitbegründer und prägende Figur des Wu-Tang Clans bekannt. In Münster zeigte er, was er kann – und was nicht.

Montag, 18.03.2019, 13:25 Uhr
Gary Grice, bekannt als GZA, war Mitbegründer des legendären Wu-Tang-Clan. In Münster zeigte der über 50-jährige Rapper, dass er in Sachen Wortakrobatik nichts verlent hat.
Gary Grice, bekannt als GZA, war Mitbegründer des legendären Wu-Tang-Clan. In Münster zeigte der über 50-jährige Rapper, dass er in Sachen Wortakrobatik nichts verlent hat. Foto: Julian Bischoff

Rund 500 Rap-Fans sind am Samstagabend ins Skaters Palace gekommen für den Auftritt einer echten Hip-Hop-Legende: Gary Grice aka The Genius aka GZA, der als Mitbegründer und prägende Figur des legendären Wu-Tang Clan Musikgeschichte geschrieben hat, gibt sich am Dahlweg die Ehre.

Von Beginn an wird deutlich, was die Zuschauer von diesem Konzert erwarten dürfen – und was nicht. Denn der GZA ist extrem introvertiert und beileibe kein Showman, der seine Fans durch große Bühnenpräsenz mitreißt. Und so schlurft der Rapper aus New York dann auch gewohnt schüchtern auf die Bühne, die eine Hand am Mikrofon, die andere in der Hosentasche seiner Jeans vergraben. Nach einer kurzen genuschelten Begrüßung geht‘s ohne große Umschweife los, unterstützt nur durch seinen DJ und einen nur mäßig begabten Backup-MC.

Auch mit 50 Jahren keine Qualitäten eingebüßt

Was eingefleischte Fans von GZA ohnehin wissen: Der Künstler möchte sein Publikum ausschließlich mit schierer Rap-Kunst unterhalten. Und das gelingt ihm an diesem Abend von der ersten Sekunde an. Denn auch mit über 50 Jahren hat GZA nichts von jenen Qualitäten eingebüßt, die ihm seit gut einem Vierteljahrhundert eine Ausnahmestellung im amerikanischen Underground-Hip-Hop bescheren.

Rapper GZA im Skaters Palace

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Völlig unaufgeregt und scheinbar mühelos spaziert der Mann aus Brooklyn mit erhabenem Flow über die ikonischen Beats seines 25 Jahre umspannenden Œuvres – von den bekannten Wu-Tang-Werken bis hin zu Stücken seiner gefeierten Soloalben wie „Liquid Swords“ und „Beneath the Surface“.

Kritische Stimmen aus dem Publikum

Nach gut 70 Minuten ist abrupt Schluss. So plötzlich wie er aufgetaucht ist, verschwindet GZA wieder von der Bühne. Hinterher gibt es von einigen Leuten im Publikum deshalb auch kritische Stimmen, doch hat der Abend genau das gehalten, was er versprach: kein mitreißendes Rap-Feuerwerk, sondern eine souveräne Rap-Lehrstunde eines der versiertesten Wortakrobaten der Hip-Hop-Geschichte.

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