Annette Hinricher in der Produzentengalerie SO-66
Schlafende wirken mit

Münster -

Mit der Rauminstallation „Traum Station“ von Annette Hinricher startet die Produzentengalerie SO-66 in das Ausstellungsjahr 2019.

Mittwoch, 20.03.2019, 18:32 Uhr
Mit Köpfen Schlafender gestaltet Annette Hinricher den Raum der Produzentinnengalerie.
Mit Köpfen Schlafender gestaltet Annette Hinricher den Raum der Produzentinnengalerie. Foto: Hinricher

Mit der Rauminstallation „Traum Station“ von Annette Hinricher startet die Produzentengalerie SO-66 in das Ausstellungsjahr 2019. Hinricher hat an der Hochschule der Künste Berlin studiert. Sie ist SO-66-Künstlerin, Mitglied im Künstlerinnen-Forum Münsterland, lebt in Münster und hat ein Atelier auf „Haus Coerde“.

„Die Schlafenden sind Tätige und Mitwirkende am Geschehen der Welt . . . Die Wachen haben eine einzige gemeinsame Welt, im Schlaf wendet sich jeder der eigenen zu.“ Dieses Zitat von Heraklit setzt Annette Hinricher ihrer Ausstellung voran; ihren Überlegungen zu Schlaf und Traum gibt sie hier Gestalt und Raum. „Der Traum verweigert sich hartnäckig der vollkommenen Erschließung. Träume sind für mich verlässliche Freiräume voller Bilder, da kann sogar ein Haus träumen“, sagt die Künstlerin.

So befreit Hinricher scheinbar feste Mauern von ihrer Bindung an architektonische Gegebenheiten, indem sie aus gebranntem Ton gefertigte Ziegel-Elemente weit in den Raum schweben lässt. „Ich möchte den Raum in den Schlaf wiegen, ihm einen Traum von Bewegung und Schwung schenken“, so die Künstlerin in einer Pressemitteilung.

Kleine und große Objekte aus Ton, Gips und Zement scheinen den Innen-Wänden zu entwachsen. Von der Künstlerin „Traum Schaukeln“ benannt, ermöglichen sie „den Wachen eigene Fantasien“. Sie bieten dem Betrachter Traumschauplätze und gleichzeitig Anlässe zu eigenem Traumerleben.

Die Unmöglichkeit, jemanden eines Traumes zu überführen, möchte die Künstlerin mit 30 kleinen Köpfen von Schlafenden veranschaulichen, gefertigt aus gebranntem weißen Ton. Sie bekommen jeweils einen individuell gestalteten Platz und fügen sich doch ein ins Gesamtgefüge der Ausstellung. „Träumen sie? Und wenn ja, was?“ Mit ihrer facettenreichen „Traum Station“, die den gesamten Galerieraum bespielt, wirft die Künstlerin so manche Frage auf; für nachgrübelnde Besucher sind so viele Antworten wie Träume möglich.

Zum Thema

Auf der Vernissage am Sonntag (24. März) ab 15 Uhr in der SO-66, Soester Straße 66, wird Rolf Tiemann in die Ausstellung einführen. Sie ist bis zum 28. April zu sehen. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr (Ostern geschlossen) und nach Vereinbarung ' 01577 / 881 15 67,

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