„Fridays for Future“
Ärger um zu späte Umleitung

Münster -

Während am heutigen Freitag nur eine Mahnwache stattfand, beteiligten sich vor einer Woche Tausende am „Fridays for Future“-Protest in Münster – mit Folgen für Luise Scholz.

Freitag, 22.03.2019, 17:15 Uhr aktualisiert: 22.03.2019, 17:18 Uhr
Tausende hatten vor einer Woche am Protest der Initiative „Fridays for Future“ Münster teilgenommen.
Tausende hatten vor einer Woche am Protest der Initiative „Fridays for Future“ Münster teilgenommen. Foto: Matthias Ahlke

Luise Scholz aus Münster ist verärgert: Am 15. März (Freitag) nahm sie vom Hauptbahnhof die Buslinie zehn in Richtung Roxel – kurz vor zehn Uhr, als die “Fridays-for-Future“-Proteste am Prinzipalmarkt stattfinden sollten. „Da habe ich noch zu meinem Mann gesagt: ‚Die werden uns doch nicht dadurch schicken‘“. Doch genau das sei passiert. Etwa 50 Minuten habe der Bus am Prinzipalmarkt festgesteckt. Die 62-jährige Rentnerin ärgert es vor allem, dass nicht vorher gehandelt wurde: „Es war ja bekannt, dass die Proteste stattfinden.“

Auf Anfrage erklärte Florian Adler von den Stadtwerken: „An diesem Freitag waren es mehr Protestierende, und sie kamen auch früher als erwartet.“ Dadurch habe es keine Vorlaufszeit der Sperrung gegeben, sodass einige Busse nicht mehr umgeleitet werden konnten. „Für die Fahrgäste tut uns das natürlich leid. Vorzeitige Umleitungen können wir jedoch nicht fahren, da manche Menschen, beispielsweise im Rollstuhl, sich darauf verlassen, dass sie die Haltestellen in der Stadt erreichen.“

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