Nach „Trashtag“-Challenge
Friedenspark von Plastikmüll befreit

Münster -

Anlässlich der „Trashtag“-Challenge räumte am Freitag eine kleine Gruppe den Friedenspark in Münster auf. Neben Plastiktüten fanden die fleißigen Plastiksammler auch anderen Müll.

Sonntag, 24.03.2019, 20:30 Uhr
Entmüllten den Friedenspark (v.l.): Jaqueline Bußkönning, Svenja Dubbrow, Andreas Runze und Ralf Hackmann.
Entmüllten den Friedenspark (v.l.): Jaqueline Bußkönning, Svenja Dubbrow, Andreas Runze und Ralf Hackmann. Foto: Melanie Ploch

Vor wenigen Tagen kursierte im Internet die „Trashtag“-Challenge: Auf der ganzen Welt räumten Menschen vermüllte Orte auf und posteten anschließend ein Vorher-Nachher-Foto davon auf die Internet-Plattform Instagram. Das nahm Svenja Dubbrow zum Anlass, auf Facebook eine Aufräum-Aktion für den Friedenspark auf der Loddenheide zu starten: „Ich gehe hier viel spazieren und kann einfach nicht ertragen, wie viel Plastik herumliegt“.

Ausgerüstet mit Mülltüten, Handschuhen und Zangen machte sich eine kleine Gruppe am Freitag auf den Weg, um den Park zu säubern. „Jetzt kommt man noch gut an die Stellen, wo bald alles zugewachsen ist“, sagt Dubbrow. Vor allem zu finden sind Plastikbeutel. „Die Vögel bauen sie in ihre Nester mit ein, oder Igel kriechen hinein und kommen nicht mehr heraus“, beklagt Dubbrow.

Doch es sind auch viele Zigarettenstummel, scharfkantige Dosen, Flaschen, Coffee-to-go-Becher, Kabel und ein Schnuller zu finden. Ralf Hackmann arbeitet nahe des Friedensparks: „Ich mache heute einfach eine Stunde länger, um mitzuhelfen. Schade, dass nicht mehr dabei sind.“

Hier werden so teure Gebäude gebaut, und der ganze Verpackungsmüll und Styropor wird einfach liegen gelassen.

Initiatorin Svenja Dubbrow

Dubbrow ärgert es vor allem, wenn Müll nach Bauarbeiten liegen gelassen wird: „Hier werden so teure Gebäude gebaut, und der ganze Verpackungsmüll und Styropor wird einfach liegen gelassen.“ Sie selbst engagiert sich öfter darin, Müll aufzusammeln, beispielsweise in ihrer Nachbarschaft der Nieberdingstraße.

Rund um den See und an den Gleisen hat die Gruppe bereits aufgeräumt. Dubbrow könne sich aber vorstellen, öfter dazu aufzurufen, den Park zu entmüllen.

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