100 Jahre Quartettverein „Rheingold“
Chorgesang fördert die Gemeinschaft

Münster -

Der Männergesangverein „Quartettverein Rheingold“, im Karneval auch aktiv als „Fidele Bierkutscher“, feierte am Samstag in Handorf mit einem Stiftungsfest das 100-jährige Bestehen des erfolgreichen Chores.

Montag, 25.03.2019, 09:00 Uhr
„Hell unser Lied“: der Quartettverein „Rheingold“ am Samstag beim Stiftungsfest
„Hell unser Lied“: der Quartettverein „Rheingold“ am Samstag beim Stiftungsfest Foto: hpe

Als sich an einem trüb-kalten Abend im Januar 1919 vier sangesfreudige Männer im Herz-Jesu-Viertel in der Gaststätte „Kals“ an der Sternstraße aus „Liebe zum deutschen Lied“ trafen und den Quartettverein „Rheingold“ gründeten, stand die Zukunft des jungen Gesangspflänzchens auf tönernen Füßen. Erst kamen ein Dutzend neue Sänger dazu, dann zerstritt man sich schon nach dem ersten, wenig erfolgreichen Gesangswettstreit.

Einige „Rheingolder“ sangen trotzdem in Eintracht weiter und legten so den Grundstein für die Erfolgsgeschichte des Quartettvereins, der am Samstag im frisch renovierten Haus Münsterland, das jetzt „Dat Handorfer Huus“ heißt, ihr 100. Stiftungsfest.

Die Zeit ist gekommen, dass Münster jetzt endlich ein Haus der Musik bekommt.

Oberbürgermeister Markus Lewe

Der Quartettverein, in der Karnevalszeit besser bekannt als „Fidele Bierkutscher“, prägte nicht nur den Stadtteil am Kanal. Oberbürgermeister Markus Lewe: „Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges war die Sehnsucht groß, wieder in Frieden Gemeinschaft zu erfahren. Die Chöre entdeckten den Gesang als einfachstes Mittel, wieder Zusammenhalt zu schaffen.“ Für Lewe ist „Gesang ein Stück Heimat“, das gelebt werden müsse. Und Münster sei eben reich an musikalisch talentierten Menschen. Als Beispiele nannte Lewe das Projekt „Jedem Kind seine Stimme“ und die „Grünflächenunterhaltung“ auf der Promenade. Lewe: „Die Zeit ist gekommen, dass Münster jetzt endlich ein Haus der Musik bekommt.“

Bürgerausschuss-Chef Dr. Helge Nieswandt lobte das närrische Engagement der „Bierkutscher“, die mit der „Goldenen Peitsche“ die wohl wichtigste Auszeichnung in der Fünften Jahreszeit vergeben. Und weil sich der Traditionsverein auch im Vorstand stark verjüngt hat, gab es noch ein Kompliment: „Der Quartettverein ist ein gutes Vorbild. Weil er den Nachwuchs nicht nur in den Verein integriert, sondern ihm auch Verantwortung überträgt.“

Warsteiner-Brauerei bleibt an Bord

Eine weitere Botschaft erfreute besonders den „Bierkutscher“-Präsidenten Heinz Kenter: „Warsteiner“-Gebietsverkaufsleiter Siggi Höing gab am Abend bekannt, dass seine Brauerei auch 2020 die „Peitschen“-Verleihung im Mühlenhof finanziell maßgeblich sponsern wird. Damit sei die Zukunft zunächst gesichert.

Geehrt für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Jürgen Hemesath, Michael Heitbrock ist wegen seiner Verdienste um die umfangreiche Chronik zum Ehrenmitglied ernannt worden.

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