Bundesministerin Schulze übergibt Millionen-Förderung an „Stromspar-Check“
Großes Geschenk zum Geburtstag

Münster -

28,6 Millionen Euro für die Energiesparberatung einkommensschwacher Haushalte: Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat heute einen Förderbescheid an das Projekt „Stromspar-Check“ überreicht. Und zwar in Münster, weil es dort etwas zu feiern gab.

Montag, 25.03.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 26.03.2019, 12:00 Uhr
Allen Grund zu guter Laune hatten (v. l.) Heinz-Josef Kessmann (Vizepräsident Deutscher Caritasverband), Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Thomas Schlickum (Vorstand Caritas Münster) bei der Übergabe des Förderbescheids für den „Stromspar-Check“.
Allen Grund zu guter Laune hatten (v. l.) Heinz-Josef Kessmann (Vizepräsident Deutscher Caritasverband), Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Thomas Schlickum (Vorstand Caritas Münster) bei der Übergabe des Förderbescheids für den „Stromspar-Check“. Foto: Pjer Biederstädt

Wenn Rolf Röhrig durch Münsters Haushalte zieht, dann hat er eine Mission: Energie einsparen. Als Stromspar-Helfer berät er einkommensschwache Haushalte darin, wie sie ihren Energieverbrauch senken und so Geld sparen können. „Wir schauen, welche Lampen die Menschen benutzen, oder wie viel Energie der Kühlschrank verbraucht“, beschreibt Röhrig seine Tätigkeit am Montagmittag im Jugendausbildungszentrum an der Kinderhauser Straße.

Dort erneuerte Bundesumweltministerin Svenja Schulze die Förderung für den bundesweiten „Stromspar-Check“. Mit den 28,6 Millionen Euro für die 140 Projekt-Standorte in Deutschland wird die bisherige reine Energiesparberatung aufrechterhalten und um die Aufklärung über ressourcenschonende Umgangsweisen im Alltag erweitert. Heinz-Josef Kessmann (Vizepräsident Deutscher Caritasverband) und Michael Geißler (Vorstandsvorsitzender Verband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands) bedankten sich als Initiatoren des Projekts für die um drei Jahre fortgesetzte Unterstützung.

Dass Schulze den Bescheid ausgerechnet in Münster übergab, war kein Zufall. Denn das hiesige Projekt feiert zehnjähriges Bestehen. In Münster sind bislang 3047 Haushalte beraten worden, und zwar von geschulten Langzeitarbeitslosen wie Rolf Röhrig. „Durch den Einbau von 36 000 energiesparenden Lampen, Kühlgeräten oder Duschköpfen sparen diese Haushalte langfristig 2,95 Millionen Euro ein“, erklärte Münsters Projektleiter Peter Lammerding. Neben den sozialen Aspekten profitiere auch die Umwelt. „Mit dem bisher eingesparten Kohlenstoffdioxid könnte man vier Mal den Aasee füllen“, veranschaulichte Lammerding die Einsparungen.

Schulze nannte das Projekt am Montag eine „Win-win-win-Situation“, denn der „Stromspar-Check“ verbinde die Chancen einer klugen Klimaschutzpolitik mit sozialer Gerechtigkeit.

Thomas Schlickum aus dem Vorstand der Caritas Münster lobte die Zusammenarbeit vor Ort, insbesondere mit der Stadt, dem Jobcenter und den Stadtwerken.

Bundesweit wurden seit 2008 insgesamt mehr als 320 000 Haushalte durch Stromsparhelfer beraten und für Klimaschutz sensibilisiert. Dabei wurden mehr als 300 Millionen Euro Energiekosten und über eine halbe Million Tonnen an COeingespart.

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