Schulministerin auf Münster-Besuch
Verbesserung bei Inklusion absehbar

Münster -

Beim Besuch Yvonne Gebauers an der Bodelschwinghschule in der Gutenbergstraße war der an den NRW-Schulen verbreitete Lehrermangel kein Thema. Die Schulministerin des Landes machte am EU-Projekttag der als Europaschule zertifizierten Grundschule ihre Aufwartung.

Montag, 25.03.2019, 21:00 Uhr
Bei ihrem Besuch in Münster war NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (3.v.l.) am Montag auch Gast der Bodelschwinghschule in der Gutenbergstraße. Anlass war der EU-Projekttag. Dort bereitete ihr das Schulorchester einen musikalischen Empfang. Am runden Tisch mit Ministerin Gebauer stellten die Grundschüler der Ministerin persönliche Fragen, Fragen zum Schulsystem und Fragen zu Europa.
Bei ihrem Besuch in Münster war NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (3.v.l.) am Montag auch Gast der Bodelschwinghschule in der Gutenbergstraße. Anlass war der EU-Projekttag. Dort bereitete ihr das Schulorchester einen musikalischen Empfang. Am runden Tisch mit Ministerin Gebauer stellten die Grundschüler der Ministerin persönliche Fragen, Fragen zum Schulsystem und Fragen zu Europa. Foto: Oliver Werner

Beim Redaktionsgespräch mit unserer Zeitung im Druckhaus Aschendorff sagte die Ministerin später am Vormittag, sie wünschte sich, dass das Thema Europa an den Schulen allgemein so gelebt werde, wie es an der Bodelschwinghschule geschehe. So pflegt die Grundschule seit Jahrzehnten einen Austausch mit einer französischen Schule in Nizza, es gibt dort auch Französischunterricht.

Die bekannten Probleme der Schulpolitik, so wurde später im Gespräch mit unserer Redaktion deutlich, machen aber auch nicht vor münsterischen Schulen halt.

Verständnis für unzufriedene Eltern

So zeigte sie für die Unzufriedenheit vieler Eltern und Lehrkräfte mit der Umsetzung der Inklusion unter der alten Landesregierung großes Verständnis. Auch sie bedauerte, dass geringe Schülerzahlen nun zur Schließung der Förderschule Uppenbergschule geführt hätten. Sie hatte nach Übernahme der Regierung für die bereits beschlossene Schließung vor zwei Jahren ein Moratorium eingeräumt. Die Zeit sei zu kurz gewesen, dass sich die Uppenbergschule – ebenso wie andere Förderschulen im Land – hätten konsolidieren können, erklärte Gebauer. Ab Sommer soll ein neuer Mindestgrößenerlass gelten, der das 2017 verhängte Moratorium für Förderschulen ersetzt. Es wird den Förderschulen, die wegen zu geringer Schülerzahlen von der Schließung bedroht sind, Zeit gegeben, um sich zu erholen. Darauf hat die Stadt Münster aber bekanntlich wegen der sehr geringen Schülerzahl verzichtet.

Die Ministerin sieht beim Thema Inklusion aber eine absehbare Verbesserung. Durch die „Konzentration des gemeinsamen Unterrichts auf jene Schulen, die dafür räumliche Ressourcen und Expertise“ hätten, könne die Inklusion an Regelschulen besser umgesetzt werden. Das aber brauche noch Zeit, so Gebauer.  

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