Initiative sieht Politiker in der Pflicht
„Keinen Meter“-Bündnis: Nicht mit der AfD diskutieren

Münster -

Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ appelliert an Politiker, nicht an Podiumsdiskussionen teilzunehmen, bei denen auch die AfD dabei ist.

Sonntag, 31.03.2019, 18:30 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 11:54 Uhr
Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ ruft immer wieder zu Demonstrationen gegen die AfD auf.
Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ ruft immer wieder zu Demonstrationen gegen die AfD auf. Foto: Matthias Ahlke

Die Europawahl-Kandidatinnen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, Sarah Weiser und Anna Blundell, sowie der Linken-Vertreter Hannes Draeger haben eine gemeinsame Erklärung zum Umgang mit der AfD im Europawahlkampf veröffentlicht. Das „Keinen Meter“-Bündnis begrüßt in einer Pressemitteilung die darin zum Ausdruck kommende Überzeugung, dass Hetzparolen der AfD kein Raum gegeben werden dürfe, die offene und demokratische Gesellschaft zu zerstören.

"Keine Bühne für Hass, Intoleranz und Rassismus"

Die drei Politiker sind sich einig, dass die AfD „keine Bühne für Hass, Intoleranz und Rassismus“ bekommen solle und fordern Veranstalter von Wahlkampfpodien dazu auf, eine Besetzung ihrer Podien mit einem AfD-Vertreter zu überdenken, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Kandidaten der drei Parteien sollten von der Teilnahme an Podiumsdiskussionen mit der AfD zurücktreten. Nur so verhindern sie, dass dieser nationalistischen und rassistischen Partei eine Bühne bereitet wird.

Liza Schulze-Boysen, Sprecherin des "Keinen Meter"-Bündnisses

Das „Keinen Meter“-Bündnis stellt sich hinter diese Erklärung, sieht aber auch die Kandidaten in der Pflicht: „Die Kandidaten der drei Parteien sollten von der Teilnahme an Podiumsdiskussionen mit der AfD zurücktreten. Nur so verhindern sie, dass dieser nationalistischen und rassistischen Partei eine Bühne bereitet wird“, so Liza Schulze-Boysen, Sprecherin des Bündnisses. Es gebe auch für Veranstalter keinen Zwang, die AfD einzuladen. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die AfD derzeit einen Sitz im Europaparlament inne habe, schließlich lade auch niemand die ebenfalls im EU-Parlament vertretene NPD ein, deren Rhetorik sich nur in Nuancen von der AfD unterscheide, so das „Keinen Meter“-Bündnis.

Das „Keinen Meter“-Bündnis lädt die Vertreter der Parteien, die nicht mit der AfD auf einem Podium sitzen wollen, zu einer Diskussion zur Europawahl am 8. April ein. Details folgen.

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