Pläne für 230 Meter hohes Gebäude
Beach-Club auf dem Funkturm eine Option

Münster -

In den Funkturm könnten schon bald ein Restaurant oder ein Club einziehen. Der Besitzer des Gebäudes, die Deutsche Funkturm GmbH, plant, die in luftiger Höhe gelegene Kanzel zu vermieten. Erste Gespräche hat es bereits gegeben.

Dienstag, 02.04.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 08:24 Uhr
In rund 100 Metern Höhe befindet sich die Kanzel des Mauritzer Funkturms. Dort könnten ein Restaurant oder eine Event-Location einziehen, sagt die Deutsche Funkturm GmbH.
In rund 100 Metern Höhe befindet sich die Kanzel des Mauritzer Funkturms. Dort könnten ein Restaurant oder eine Event-Location einziehen, sagt die Deutsche Funkturm GmbH. Foto: Oliver Werner

Der 230 Meter hohe Funkturm im Osten der Stadt soll zu einer Touristenattraktion werden. In die in rund 100 Metern Höhe gelegene Kanzel könnten zum Beispiel ein Restaurant oder eine Event-Location einziehen, sagt Benedikt Albers, Sprecher der Deutschen Funkturm GmbH, der das Bauwerk gehört. Es habe bereits erste Gespräche mit Interessenten gegeben, bestätigt Albers.

Bundesweit befinden sich rund 500 Fernmeldetürme im Besitz der Deutschen Funkturm GmbH, einem Tochterunternehmen der Deutschen Telekom. Einige sind schon seit vielen Jahren öffentlich zugänglich, darunter der Funkturm am Alexanderplatz in Berlin. Andere Türme sollen demnächst eine neue Nutzung erhalten, berichtet Albers.

Offen für interessante Ideen

Und zu ihnen soll bald auch das Bauwerk in Mauritz gehören, bestätigt er Informationen des „Münster-Magazins“. „Wir sind offen für interessante Ideen – eine temporäre Nutzung ist genauso denkbar wie eine dauerhafte“, sagt Albers. Und weiter: „Bei der Umsetzung würden wir natürlich behilflich sein. Es gibt für jede Idee eine Lösung.“

Funkturm-Sanierung: Münsters höchste Baustelle

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  • Oberbürgermeister Markus Lewe besuchte Münsters höchste Baustelle. Gemeinsam mit Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer der Deutschen Funkturm GmbH (r.) bewunderte er die Logistik der Baustelle ebenso wie die fantastische Aussicht über Münster.

    Foto: DFMG
  • Seit Wochen sind Teile des Funkturms Münster hinter einer Plane versteckt. Hier war nicht der Verhüllungskünstler Christo am Werk, sondern das höchste Bauwerk der Stadt wird aufwendig saniert.

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  • In schwindelerregender Höhe bekommt der Beton eine neue Schutzschicht gegen extreme Wettereinflüsse.

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Als der Funkturm ab 1986 errichtet wurde, sei eine öffentliche Nutzung noch kein Thema gewesen. Dennoch ist die Kanzel, über der sich drei weitere Plattformen befinden, unter anderem mit einer Küche und Sanitäranlagen ausgestattet. „In den ersten Jahren arbeiteten dort bis zu 15 Personen“, berichtet Albers. Heute muss die Technik nicht mehr permanent betreut werden – nur ab und an schauen noch Mitarbeiter für Wartungsarbeiten vorbei. Platz für eine alternative Nutzung gibt es damit reichlich. Zugleich betont Albers, dass jene Technik, die sich heute noch im Turm befindet, dort weiterhin bleiben werde.

Funktürme im Trend

Erreichbar ist die Kanzel durch einen Fahrstuhl, der vor einiger Zeit erneuert wurde, sagt Albers. Dennoch gebe es eine Menge zu tun, bevor sie kommerziell genutzt wird. So seien Brandschutzauflagen zu erfüllen – indem ein zusätzlicher Feuerwehrfahrstuhl eingebaut oder in der Kanzel ein Brandschutzraum eingerichtet wird. „Nur gute Ideen reichen nicht“, sagt Albers – „es sind auch entsprechende finanzielle Mittel für ihre Umsetzung erforderlich“.

Nicht nur potenzielle Betreiber, auch immer mehr Bürger zeigten bundesweit Interesse an den Funktürmen, hat er beobachtet. „Lange standen sie einfach nur da, doch inzwischen werden sie als Wahrzeichen wahrgenommen.“ Daher habe sich die Funkturm GmbH kürzlich dazu entschlossen, auch Türme in Hamburg und Dresden für die Öffentlichkeit freizugeben.

Beach-Club in luftiger Höhe?

Konkrete Pläne für Münster gebe es noch nicht – dennoch hält es Albers nicht für ausgeschlossen, dass sich am Mauritzer Funkturm schon bald etwas tun könnte. Er hält eine Nutzung als Event-Location, die nur zeitweise öffnet, für am besten geeignet. Eine dauerhafte Nutzung, zum Beispiel als Restaurant, erfordere größere Investitionen. Albers betont, dass nicht nur die Kanzel selbst, sondern auch ihre Abdeckung in mögliche Planungen einbezogen werden kann. „Hier können wir uns auch gut eine Außengastronomie vorstellen, zum Beispiel einen Beach-Club.“

Albers war schon öfter auf dem Fernsehturm – und ist von der Aussicht begeistert. „Bei gutem Wetter kann man bis ins Sauerland und in die Niederlande schauen.“

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