Helfer in Mosambik
"Menschen beginnen mit dem Wiederaufbau"

Münster -

Der Zyklon Idai hat in Mosambik großes Leid hinterlassen. Jonathan Hinsch aus Münster ist für die Organisation Hoffnungszeichen in das Land geflogen. Der 30-Jährige berichtet von erster Hoffnung nach der Katastrophe.

Montag, 01.04.2019, 21:00 Uhr
Der Hoffnungszeichen-Helfer Jonathan Hinsch im Gespräch mit einem lokalen Projektpartner. Gemeinsam helfen sie den vom Zyklon Idai Betroffenen.
Der Hoffnungszeichen-Helfer Jonathan Hinsch im Gespräch mit einem lokalen Projektpartner. Gemeinsam helfen sie den vom Zyklon Idai Betroffenen. Foto: Hoffnungszeichen

Jonathan Hinsch ist seit einer Woche in Mosambik. Der Münsteraner ist Projektmanager bei der Menschenrechts- und Hilfsorganisation „Hoffnungszeichen Sign of Hope“ e.V. aus Konstanz. Im Katastrophengebiet hilft der 30-jährige Politikwissenschaftler gemeinsam mit seiner Kollegin Annelie Haack den lokalen Partnern bei der Verteilung von Hilfsgütern. Redakteurin Gabriele Hillmoth sprach mit Referentin Barbara Amann von Hoffnungszeichen, die das Gespräch mit Jonathan Hinsch vermittelte.

Wie ist die Situation in der mosambikanischen Küstenstadt Beira?

Hinsch: Es gibt nach wie vor keinen Strom und an den Verwüstungen in den Straßen und an den Gebäuden ist zu sehen, welche Wucht der Wirbelsturm Idai hatte. An sich hat sich die Lage einigermaßen beruhigt. Die Menschen fangen an mit dem Wiederaufbau. Sie versuchen sich ihr Leben wieder aufzubauen.

Wie groß ist die Zerstörung?

Hinsch: Die meisten Häuser der Stadt sind betroffen. Es liegen Bäume und Strommasten auf den Straßen. Viele Dächer sind abgedeckt. Es gibt nach wie vor Menschen, die auf der Straße schlafen oder Zuflucht in Notlagern suchen, da sie sonst keinen Ort haben, wo sie unterkommen.

Was brauchen die Menschen am meisten?

Hinsch: Im Moment vor allem sauberes Wasser, Hygieneartikel, Nahrung und Medikamente.

Wie viele Menschen suchen Schutz in dem Krankenhaus, das als Notlager dient?

Hinsch: In diesem Krankenhaus suchten am Anfang über 1000 Menschen Schutz, inzwischen sind es etwa 600.

Welche Hilfsgüter wird Hoffnungszeichen übergeben?

Hinsch: Die Menschen brauchen Basispakete. Darin sind zum Beispiel eine Lösung, um das überlebensnotwendige Wasser zu reinigen, Eimer, Seife, Zahnbürsten und eine Taschenlampe. Außerdem verteilt Hoffnungszeichen Pakete, in denen unter anderem Öl und Maismehl, Moskitonetze und Decken enthalten sind.

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