Landgericht fällt Urteil
Einbrecher-Trio erhält mehrjährige Haftstrafen

Münster -

Die Quittung für den Diebstahl: Gegen ein Einbrecher-Trio aus Münster hat das Landgericht am Dienstag das Urteil gefällt. Die Männer erhielten allesamt mehrjährige Haftstrafen.

Dienstag, 02.04.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 18:14 Uhr
 
  Foto: dpa

Sie fuhren von Münster aus durchs Land, um „Geld zu machen“, suchten in Wohngebieten nach lohnenden Objekten, brachen kurzerhand ein und stahlen, was sie Wertvolles finden konnten. Am Dienstag erhielten die drei Angeklagten von der neunten Großen Strafkammer des Landgerichts Münster die Quittung: Alle drei erwarten mehrjährige Haftstrafen.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Männer im Alter von inzwischen 24, 37 und 38 Jahren vorgeworfen, zwischen 2016 und 2018 in sechs Fällen in unterschiedlicher Besetzung in Wohnungen und Einfamilienhäuser in Münster, Telgte, Bocholt und Bochum eingebrochen sein. In Bocholt war der Wohnungsinhaber unerwartet nach Hause gekommen. Einer der Täter hatte ihn mit einer Drei-Liter-Flasche mit Münzgeld beworfen und dann geschlagen.

Taub nach Schlag aufs Ohr

Neben den Einbrüchen wurden weitere Straftaten in das Verfahren einbezogen. So hatte der 24-Jährige im Juni 2017 einen Mann vor einem Club am Hawerkamp so kräftig aufs Ohr geschlagen, dass dieser zu Boden stürzte. Auf dem Ohr ist das Opfer nun taub und kämpft mit Schwindel. Vorausgegangen war ein Streit mit einer anderen Person, an dem der Angeklagte nicht beteiligt war.

Anders als der Verteidiger des 24-Jährigen wertete das Gericht den Angriff als hinterlistig und die Körperverletzung damit als gefährlich. Hierfür und die Beteiligung an zwei Wohnungseinbruchsdiebstählen erhielt der Mann eine Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten.

Geld gefälscht

Der vorbelastete 37-Jährige musste sich außerdem wegen Geldfälschung verantworten. Er hatte 20 ausgedruckte „Fünfziger“ gekauft, um einen Drogendealer zu prellen. Zu seinen Gunsten wertete das Gericht, dass er nicht nur gestanden hatte, wie zum Teil auch seine Mitangeklagten, sondern dass er Komplizen ebenso wie Dritte früh belastet und mit Ermittlern kooperiert hatte. Er erhielt für die Geldfälschung und zwei Einbrüche eine Gesamtstrafe von 30 Monaten.

Der ebenfalls vorbelastete 38-Jährige erhielt für zwei Einbrüche eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten, für einen weiteren in Hiltrup, bei dem er noch unter Bewährung gestanden hatte, weitere zwei Jahre und drei Monate. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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