Fachkräfte
Schere zwischen Bewerbern und Lehrstellen geht weiter auseinander

Münster -

Für Betriebe wird es immer schwieriger, Ausbildungsstellen zu besetzen. Das zeigen die Zahlen der Agentur für Arbeit. Jetzt ist Kreativität gefragt.

Mittwoch, 03.04.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 12:35 Uhr
 
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Die Schere zwischen der Nachfrage von jugendlichen Bewerbern und dem Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten wächst, heißt es in einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit.

Seit Oktober 2018 haben sich 1016 Jugendliche und junge Erwachsene, die auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind, in der Berufsberatung in Münster gemeldet. Das waren 30 weniger als im Vorjahr. Demgegenüber stieg die Zahl der Ausbildungsstellen, die Unternehmen und Verwaltungen bei der Agentur für Arbeit meldeten, deutlich.

Auf jeden Bewerber kommen 2,13 Ausbildungsplätze

So zählte die Arbeitsagentur in Münster seit Oktober 2167 Ausbildungsangebote und damit 170 mehr als im vergangenen Jahr. Rechnerisch standen jedem Bewerber 2,13 Ausbildungsplätze gegenüber. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 1,91.

„Betriebe müssen inzwischen mehr Anstrengungen unternehmen und kreativ sein, um passende Auszubildende zu finden“, betont Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit. „Einige Jugendliche fällen ihre Berufswahlentscheidung kurzfristig und bewerben sich um eine Ausbildungsstelle. Gleichzeitig sind viele Unternehmen noch im Auswahlverfahren, führen Einstellungstests und Vorstellungsgespräche durch.“

Mehr Ausbildungsstellen als im Vorjahreszeitraum meldeten die Unternehmen für medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte, für Fachkräfte im Lager, Berufskraftfahrer, im Malerhandwerk sowie in der Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik. Auch im Versicherungswesen wurden bislang mehr Ausbildungsplätze gemeldet.

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