Bahnhofsviertel
Mehr Kontrollgänge – weniger Probleme

Münster -

Das verstärkte Engagement von Ordnungsamt und Sozialamt rund um den Hauptbahnhof zeigt nach Einschätzung der Verwaltung Wirkung. Das Bahnhofsviertel sei seit Jahresbeginn deutlich sicherer geworden.

Mittwoch, 03.04.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 16:34 Uhr
Dieses Haus an der Johanniterstraße wird zu einer Obdachlosenunterkunft. Mit einem Maßnahmenpaket will die Stadt verhindern, dass es zu negativen Auswirkungen auf die Nachbarschaft kommt.
Dieses Haus an der Johanniterstraße wird zu einer Obdachlosenunterkunft. Mit einem Maßnahmenpaket will die Stadt verhindern, dass es zu negativen Auswirkungen auf die Nachbarschaft kommt. Foto: Oliver Werner

Mehr Kontrollgänge, weniger Probleme: So kann man nach Einschätzung von Ordnungsamt und Sozialamt die aktuelle Situation rund um den Hauptbahnhof umschreiben. Am Dienstagabend zogen die beiden Ämter im Ordnungsausschuss eine Zwischenbilanz ihrer Arbeit.

990 Kontrollgänge durch Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes gab es allein im Februar, berichtete Norbert Vechtel vom Ordnungsamt – vier Monate zuvor waren es nicht einmal 700. Das verstärkte Engagement zeige Wirkung, betonte Vechtel. Die Zahl der behördlichen Maßnahmen sei inzwischen deutlich gesunken – so sei die Behörde im Februar nur noch einmal wegen Vermüllung tätig geworden, habe lediglich sechs Mal Personalien festgestellt und 40 Platzverweise erteilt. Zum Vergleich: Im Oktober beschäftigte Vermüllung 19 Mal die Behörden, 81 Mal wurden Personalien festgestellt und 106 Platzverweise ausgesprochen.

Kontrollgänge werden fortgeführt

„Wir haben ein Stück weit mehr Sicherheit und Ordnung hergestellt“, so Vechtel vor dem Ausschuss. Zugleich stellte er klar, dass die Kontrollgänge ungeachtet der jüngsten Verbesserungen weitergehen müssten, um die Situation auch weiter unter Kontrolle zu haben. Seit 1. Oktober 2018 ist täglich zwischen 6 und 22.30 Uhr mindestens eine zweiköpfige Streife des Ordnungsamtes im Bahnhofsviertel unterwegs.

Unterdessen intensiviert auch das Sozialamt sein Engagement für mehr Sicherheit und Ordnung – vor allem rund um das Flüchtlingsheim an der Schaumbergstraße, in dessen Nähe (Johanniterstraße) demnächst auch noch eine Einrichtung für wohnungslose Familien mit 34 Plätzen ihre Pforten öffnen wird. Verschiedene Maßnahmen gegen Lärm und Vermüllung wurden bereits umgesetzt – oder werden in Kürze realisiert, berichtete Heinz Lembeck vom Sozialamt. Mit dem Maßnahmenpaket wolle man Sorgen der Anwohner begegnen.

Bei den Ausschussmitgliedern stießen die Bemühungen der Stadt auf breite Zustimmung. Dass der Kommunale Ordnungsdienst im vergangenen Jahr verstärkt wurde, sei ein richtiger Schritt gewesen.

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