Architekten-Plan für Sport-und Freizeitbad
Wasserspaß für alle Schwimmer

Münster -

Münsters Sozialdemokraten vermissen in der Stadt bekanntlich ein großzügiges Sport- und Freizeitbad – die Architekten Dirk Kaminski und Hendrik Nettels von MDK Architekten am Hafenweg auch. Sie haben jetzt einfach mal erste Planungen entwickelt.

Freitag, 05.04.2019, 16:25 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 16:42 Uhr
Die Architekten Dirk Kaminski (l.) und Hendrik Nettels mit ihren Plänen für ein Sport- und Freizeitbad.
Die Architekten Dirk Kaminski (l.) und Hendrik Nettels mit ihren Plänen für ein Sport- und Freizeitbad. Foto: Karin Völker

Die SPD lässt in der Absicht, Münsters Bäderlandschaft mit einem großzügigen Sport und Freizeitbad zu bereichern, nicht locker – und hat den Vorschlag nun auf eine neue Konkretisierungsstufe gebracht. Dirk Kaminski und Hendrik Nettels vom Architektenbüro MDK am Hafenweg vermissen auch ganz persönlich ein solches Schwimmbad.

Sie haben sich hingesetzt und Pläne erarbeitet, wie das neue Schwimmbad in Gievenbeck an der Roxeler Straße aussehen könnte. Das Ergebnis: Die ganze Anlage mit rund 2300 Quadratmeter Wasserfläche würde problemlos auf das Grundstück gegenüber der Oxford-Kaserne passen, das seit 1996 in städtischem Besitz ist.

50-Meter-Becken mit Tribüne 

Dirk Kaminsiki hat 1988 mit dem Entwurf eines Freizeitbades am Aasee sein Examen gemacht, ging später gern in die Germania-Therme gebadet, ein privat betriebenes Freizeitbad, das aus Rentabilitätsgründen nach wenigen Jahren schließen musste., „Ich vermisse ein solches Schwimmbad“, betont Familienvater Kaminiski, der mit den Kindern zum Schwimmen ins Umland fährt.

Die Pläne der MDK-Architekten sehen einen durch den Eingang zweigeteilten Baukörper vor. Eine Hälfte beherbergt das 50-Meter-Becken mit Tribüne für Wettkämpfe, Training und Schulschwimmen. In der anderen Hälfte haben die Planer 780 Quadratmeter Freizeitbereich mit Whirlpools, Kleinkinderbereich, Solebecken, Riesenrutschen, Sprung- und zusätzlichem Außenbecken geplant.

30 Millionen Euro Baukosten

In einer Etage darüber haben die Architekten Umkleiden, Sanitärräume, eine Saunalandschaft mit Schwimmbecken und einen Fitnessbereich vorgesehen. Das Motto: Alles unter einem Dach.

SPD-Ratsfraktionschef Dr. Michael Jung freut sich über die Planung, die die Bäderdebatte in Münster nun voranbringen soll. Ein Bad, wie das nun entworfene würde rund 30 Millionen Euro an Baukosten verursachen, die aus dem städtischen Investitionsprogramm kommen müssten, so Jung. An Betriebskosten seien höchstens 1,5 Millionen Euro pro Jahr zu erwarten., Zum Vergleich: Für sämtliche kleinen Hallenbäder und die Freibäder gebe die Stadt jährlich sieben Millionen Euro aus.

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