Viele Bodenstrahler kaputt
Prinzipalmarkt soll neu erstrahlen

Münster -

Im Dunkeln liegt der Prinzipalmarkt nicht. Aber ein Fünftel der Bodenstrahler funktioniert nicht mehr. Bis zum Herbst soll für neuen Glanz gesorgt werden. 

Samstag, 06.04.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 06.04.2019, 12:06 Uhr
Die Giebelhäuser auf dem Prinzipalmarkt sind zumeist mit zwei Bogenstrahlern zwischen den einzelnen Bögen sowie zwei Giebelstrahlern ausgestattet.
Die Giebelhäuser auf dem Prinzipalmarkt sind zumeist mit zwei Bogenstrahlern zwischen den einzelnen Bögen sowie zwei Giebelstrahlern ausgestattet. Foto: Matthias Ahlke

Die Lichtschlitze im Boden vor der Dominikanerkirche – ja, die sind schön. Und zeitgemäß für eine zurückhaltende Gebäudebeleuchtung. Weniger anfällig und nach dem Geschmack der Kaufleute vom Prinzipalmarkt. Sie wollen Münsters gute Stube voraussichtlich in diesem Herbst in neuem Glanz erstrahlen lassen. Der Prinzipalmarkt soll weit über 100 neue Strahler bekommen. Das teilte Sprecher Thomas Zumnorde bei der turnusgemäßen Sitzung der Kaufleute mit. „Der Prinzipalmarkt ist die Straße mit der größten Strahlkraft. Unser großer Wunsch ist es, sie im richtigen Licht erstrahlen zu lassen“, so Zumnorde.

Danach sei durchaus Handlungsbedarf gegeben. Etwa ein Fünftel der Bodenstrahler, die wie kleine Bullaugen aussehen, sind kaputt. Einige sind ausgefallen, andere funktionieren nicht mehr richtig, beim Austausch von Leuchtmitteln müssen wegen der beschädigten Schrauben gleich die Pflastersteine mit hochgehoben werden. „Die Strahler sind durch“, bringt es Zumnorde auf den Punkt, der die Hauseigentümer in diesen Tagen anschreiben wird.

Einzigartige Atmosphäre

Die rund 30 Geschäftshäuser auf beiden Seiten des Prinzipalmarkt zwischen Hochherzhaus und St.-Lamberti-Kirche sind zumeist mit zwei Bodenstrahlern zwischen den einzelnen Bögen und zwei Giebelstrahlern ausgestattet. Sie zaubern in den Abendstunden die einzigartige Atmosphäre.

Das Lichtkonzept für den Prinzipalmarkt geht zurück auf den renommierten Lichtkünstler Michael Batz aus Hamburg, der vor über zehn Jahren ein Lichtkonzept für Münsters Altstadt entwickelt hatte. „Die Kaufmannschaft war diesen Weg eines gemeinsamen Masterplans Licht im Jahr 2005 mitgegangen“, sagt Bernadette Spinnen als Chefin des Münster-Marketings.

Batz, der in Hamburg und Salzburg öffentliche Beleuchtungen entwickelt hat, setzt darauf, die Architektur der Gebäude mit nur wenig Licht zu unterstreichen.

Rasante Entwicklung

Sämtlichen Giebelhäusern am Prinzipalmarkt mit Rathaus und St. Lamberti folgten das Museum für Lackkunst, der Erbdrostenhof, die Clemenskirche, die Ludgerikirche und die Dominikanerkirche. „Ein solches Konzept funktioniert natürlich nur, wenn alle mitmachen“, sagt Spinnen.

Finanziert wird das Lichtkonzept seit damals aus einem eigenen Verfügungsfonds, in den zur Hälfte öffentliches Geld fließt, aber auch private Mittel – und der durch einen Beirat verwaltet wird, der zustimmen muss.

Batz ist angefragt worden, die Lichtplanung für den Prinzipalmarkt nun anzupassen. „Lichttechnik hat sich rasant entwickelt. Wattzahlen werden reduziert, LED-Licht wird wärmer, die Installationstechnik ist zurückhaltender“, so Spinnen.

Der Lichtkünstler kommt Ende des Monats nach Münster. Vor Ort soll er sich ein Bild zu Leuchtmitteln, einer anderen Technologie und einer größeren Zurückhaltung der Boden- und Giebelstrahler machen.

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