Gedenken an die Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018
Herbert Reul: „Müssen den Schrecken des Verbrechens durchkreuzen“

Münster -

Die Stadt Münster gedachte am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend bestand die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten.

Sonntag, 07.04.2019, 14:32 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 10:08 Uhr
Gedenken an die Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018: Herbert Reul: „Müssen den Schrecken des Verbrechens durchkreuzen“
Foto: Matthias Ahlke

Rund 400 Menschen füllten die Kirche am Prinzipalmarkt, nur wenige Meter vom Tatort am Kiepenkerl entfernt. Pfarrer Hans-Bernd Köppen entzündete für jedes der vier Todesopfer der Amokfahrt auf dem Altar eine Kerze.

Die schwarz-gelbe Landesregierung war mit vier Ministern vertreten. Innenminister Herbert Reul (CDU) appellierte an die Kraft der Überlebenden. Er sagte: „Wir dürfen uns die öffentlichen Plätze wie den Kiepenkerl nicht entreißen lassen, wir dürfen nicht erstarren und müssen das Ziel des Täters, den Schrecken des Verbrechens, durchkreuzen.“ Zum Abschluss legten Angehörige zum Andenken an die Opfer Blumen und Kerzen am Tatort nieder.

Die Beauftragte für den Opferschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Elisabeth Auchter-Mainz, hatte in Zusammenarbeit mit der Stadt Münster und der Stiftung Katastrophennachsorge zu dem Gottesdienst eingeladen. Die Landesregierung war mit vier Ministern vertreten.

Nach dem Gottesdienst nutzen viele die Gelegenheit zum Gedenken an die Opfer auf dem Platz vor dem „Kiepenkerl“-Denkmal. Es wurden Blumen niedergelegt und Kerzen entzündet.

Vor der Gedenkveranstaltung hatte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sein Mitgefühl ausgedrückt. „Die Tat von Münster, ein Ort, der wie kaum ein zweiter für Frieden und Friedlichkeit steht, hat viele Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen ins Herz getroffen“, schrieb Laschet zum Jahrestag der Tat am Sonntag in einem Tweet der Staatskanzlei. Er erinnerte an das „vorbildliche, beispielgebende Verhalten“ vieler Menschen in der Region: „Sie lehnten sich mit Ruhe und Entschlossenheit gegen den Schrecken, den die Tat auslösen sollte“, sagte Laschet weiter. Auch ein Jahr danach gebe es Mitgefühl für die Trauer nach der schrecklichen Tat.

Vor einem Jahr war ein psychisch labiler Deutscher mit seinem Kleinbus in den Außenbereich eines Restaurants am Kiepenkerl-Denkmal gerast. Vier Menschen wurden getötet, über 20 verletzt. Danach erschoss sich der Mann.

Gedenken an die Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018

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  • Die Stadt Münster gedenkt am Sonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Gedenken auf dem Platz vor den beiden „Kiepenkerl“-Gaststätten. Foto: Matthias Ahlke
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  • Die Stadt Münster gedenkt in diesen Minuten mit einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer der Amokfahrt vom 7. April 2018. Foto: Matthias Ahlke
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