Erlös von 58 000 Euro bei „pro filia“-Kunstauktion
Geld hilft versklavten Mädchen in Nepal

Münster -

„Zum Ersten, zum Zweiten, zum Helfen“, hieß es am Sonntagnachmittag bei der Kunstauktion des münsterischen Vereins „Pro Filia“ auf dem Leonardo-Campus. Zwei Stunden lang wird der Auktionshammer geschwungen, am Ende kommen 57 145 Euro zusammen – ein neuer Rekord. Damit sei das Mutter-Kind-Haus erst mal ein Jahr finanziell gesichert, schwärmt Johanne Feldkamp von „Pro Filia“ – und freut sich schon jetzt auf die nächste Auktion in zwei Jahren.

Montag, 08.04.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 16:00 Uhr
Im Foyer des Fachbereichs Design der Fachhochschule Münster wurden alle Kunstwerke zunächst präsentiert.
Im Foyer des Fachbereichs Design der Fachhochschule Münster wurden alle Kunstwerke zunächst präsentiert. Foto: FH Münster

Renommierte Kunst fürs heimische Wohnzimmer ersteigern und gleichzeitig Mädchen in Nepal unterstützen – auch bei der fünften Auflage kam diese Idee des Vereins bei den Münsteranern an. Die Auktionshalle – ein Hörsaal in der Fachhochschule – war sehr gut gefüllt. Seit zehn Jahren engagiert sich der Verein gegen die Verschleppung nepalesischer Mädchen zur Zwangsprostitution nach Indien, eröffnet Schutzhäuser oder finanziert Aufklärungskampagnen. Mehr als 10 000 nepalesische Mädchen konnten in den vergangenen zehn Jahren gerettet werden, schätzt Gründerin und Geschäftsführerin Dr. Johanne Feldkamp. Das Geld aus der Kunstauktion soll in ein Mutter-Kind-Haus in der Hauptstadt Kathmandu fließen, das neueste Projekt des Vereins. „Im November habe ich in Nepal ein 15-jähriges Mädchen getroffen, das durch eine Vergewaltigung schwanger wurde und keine Hilfe bekommt“, erzählt Feldkamp.

80 Werke von 39 Künstlern standen am Sonntag für die Auktion bereit. Mindestens die Hälfte des Erlöses von jedem Bild geht an „Pro Filia“. Künstler Jürgen Klück aus Münster ist seit der ersten Auktion dabei. „Auf der Welt passiert so viel Schlimmes, wenn ich da meine Arbeit und Helfen verbinden kann, mach ich gerne mit“, erzählt er. Die Gebote liegen zwischen 75 und 4000 Euro. „Wir sind keine Kunst-Kenner, aber für den guten Zweck bietet man mit einem Lächeln“, meint Jenny Lohre aus Münster.

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