Patiententag im Gesundheitshaus
Hautkrebs nimmt zu

Münster -

Die Zahl der Hautkrebs-Fälle nimmt zu. Um die richtige Vorbeugung und Therapien ging es beim vierten Deutschen Hautkrebs-Patiententag im Gesundheitshaus.

Montag, 08.04.2019, 13:20 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 16:00 Uhr
Oberärztin Lena Lammers von der Fachklinik Hornheide sprach über den Hellen Hautkrebs.
Oberärztin Lena Lammers von der Fachklinik Hornheide sprach über den Hellen Hautkrebs. Foto: klm

Bis zum zwölften Lebensmonat sollte ein Baby nicht direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. Bis zum Alter von zwölf Jahren sei jeder Sonnenbrand auf der kindlichen Haut zu vermeiden. Und sie generell „keiner zu starken Belastung durch die Sonne auszusetzen“. Dann sei schon viel gewonnen bei der Vorbeugung gegen Hautkrebs, der in späteren Jahren entstehen könnte. Das erklärte am Samstag beim vierten Deutschen Hautkrebs-Patiententag Prof. Dr. Eckhard Breitbart, Chef des Hautkrebs-Netzwerks Deutschland.

Im Jahr 2018 fand der Austausch zwischen Fachleuten, Betroffenen und Angehörigen in Heidelberg statt, diesmal hatte die Krebsberatungsstelle den Info-Tag nach Münster geholt. „Es ist eine bundesweite Veranstaltung, es sind Besucher aus der Region hier und Leute zum Beispiel aus Hamburg und Süddeutschland“, sagte Gudrun Bruns Leiterin der Beratungsstelle.

Im Gesundheitshaus wurde das Thema „Krebs“ mit Blick auf Therapie und Vorbeugung von Ärzten erläutert sowie von Beratern aus Fachstellen, etwa zur Ernährung und deren Einfluss auf Krebserkrankungen oder zur Unterstützung nach einer Krebsdiagnose. Fragen und Diskussion waren für die Besucher möglich.

Ein Hautkrebs kann auch schon im Alter von 20 Jahren entstehen.

Prof. Dr. Eckhard Breitbart, Chef des Hautkrebs-Netzwerks Deutschland

„Die einzig wirklich nachgewiesene Ursache für die Entstehung von Hautkrebs ist ultraviolette Strahlung“, erklärte Breitbart. „Es sind die Sonnenbrände der Kindheit und die Sonnenstrahlung, der die Haut die Jahre über ausgesetzt sind, die ihn begünstigen. Ein Hautkrebs kann aber auch schon im Alter von 20 Jahren entstehen.“

Es gibt 200 000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland.

Lena Lammers, Oberärztin der Hautklinik Hornheide

Solche Erkenntnisse legte ebenfalls Lena Lammers, Oberärztin der Hautklinik Hornheide, dar. Sie sprach über den Hellen Hautkrebs: „Es gibt 200 000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland. Leider mit steigender Tendenz.“ In der Fachklinik Hornheide seien Gesichtstumore, wie er der Helle Hautkrebs häufig sei, ein Schwerpunkt. Betroffen seien etwa vom „Basaliom“, das zum Glück keine Metastasen im Körper bilde, zumeist ältere Menschen und ein heller Hauttyp. Hauptgrund auch hier: die UV-Strahlung, der der Mensch im Laufe seines Lebens ausgesetzt sei. „Irgendwann kann der Körper das nicht mehr kompensieren“, sagte Lammers.

Auslöser von Hautkrebs könnten zudem „karzinogene“, also krebsfördernde Medikamente wie Arsen sein und das Bräunen in Solarien. Den Weg zur künstlichen Bräune schätzte auch Breitbart als hautgefährdend ein: „Zur Vitamin-D-Produktion übrigens braucht man sie nicht. Dafür reicht ein Spaziergang im Freien.“

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