Neue Chance für Rollstrecke
Radsportler und Inline-Skater hoffen auf Trainingsbahn

Münster -

Seit Jahren fordern Radsport-Enthusiasten und Inline-Skater in Münster einen Rundkurs zum Training. Die Chancen sind jetzt gestiegen. Und das hat einen einzigen Grund.

Montag, 08.04.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 21:25 Uhr
Am Rande Hiltrups liegt das 47 Hektar große Gelände, das die Stadt jüngst erworben hat. Auch Sportflächen sind dort vorgesehen.
Am Rande Hiltrups liegt das 47 Hektar große Gelände, das die Stadt jüngst erworben hat. Auch Sportflächen sind dort vorgesehen. Foto: mlü

Fast zwei Jahre ist die Initiative der Radsport-Enthusiasten und begeisterten Inline-Skater schon alt. Damals stellte der Stadtsportbund als deren Fürsprecher einen Bürgerantrag zur Schaffung einer „Rad- und Roll-Rundstrecke“ in Münster.

Der Vorschlag, diese in Mecklenbeck oder auf den beiden großen Kasernenflächen in Gremmendorf oder Gievenbeck zu realisieren, ist zwar längst vom Tisch. Dafür zeichnet sich nach Informationen unserer Zeitung aber neues Licht am Horizont ab: Denn von den 47 Hektar Grund und Boden, die die Stadt Münster – wie berichtet – nördlich vom Osttor in Hiltrup erworben hat, sind acht Hektar nach Angaben der Verwaltung für Sportstätten reserviert.

Grundstückskauf ist in trockenen Tüchern

Dieser Bereich ist von der Sportverwaltung auch für die Rad- und Rollstrecke in den Blick genommen worden, wie zu hören ist. Seit einem Jahr wurde der Sportausschuss, der das Ansinnen der Sportler positiv aufgenommen hatte, in dieser Sache immer wieder vertröstet. Man sei in Verhandlungen über eine Liegenschaft, hieß es mehrfach in den Sitzungen. Doch jetzt ist die Tinte unter dem Grundstückskaufvertrag endlich trocken.

Immobiliendezernent Matthias Peck erklärt, dass man mit Blick auf den Erwerb der dort möglichen Sportflächen auch eine Rad- und Rollstrecke im Hinterkopf gehabt habe. Schließlich grenze das Areal an das Vereinsgelände des TuS Hiltrup. Ob dort dann tatsächlich ein solcher Rundkurs für Radler und Skater entsteht, wie er in Dortmund oder Bockum-Hövel existiert, ist aber noch nicht gesichert.

Fünf Jahre Wartezeit 

„Das muss von der Sportverwaltung näher geplant werden“, stellte Peck klar, um vorschnelle Erwartungen zu bremsen. Auch mit Blick auf die Zeitachse dürfte es mit einer möglichen Umsetzung dauern. Schließlich rechnet die Stadt mit fünf Jahren, bis das Bauland in dem Gebiet marktreif ist.

In dem damaligen Bürgerantrag, unterstützt von mehreren Vereinen, wurde der Wunsch der „heimatlosen Radfahrer und Skater“ nach einer Trainingsstrecke konkret umrissen: 800 Meter soll die Strecke lang sein. Damals wurden Kosten von rund 250 000 Euro benannt, weil ein münsterischer Radrennbahn-Architekt eine kostenfreie Planung in Aussicht gestellt hatte.

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