Farbenfest im Gymnasium Paulinum
Ältester Pauliner schickt Grüße

Münster -

Die Jubelsemester sind es, die das traditionelle Farbenfest des Gymnasiums Paulinum mit ihrer Anwesenheit ehren und mit Trinksprüchen aufmuntern. Auch jetzt fanden sich wieder rund 300 Gäste ein, darunter die Jubeljahrgänge 2009, 1989, 1969 und 1959.

Montag, 08.04.2019, 21:00 Uhr
Junge, mittlere und ältere Semester des Gymnasiums Paulinum versammelten sich erneut zum Farbenfest in der Schulaula.
Junge, mittlere und ältere Semester des Gymnasiums Paulinum versammelten sich erneut zum Farbenfest in der Schulaula. Foto: Thomas M. Weber

Sie lernten auf diese Weise auch den neuen Schulleiter, Dr. Tobias Franke, kennen. Franke, zuvor am Laurentianum in Warendorf tätig, nutzte die Gunst der Stunde, auf die Chancen einer vertieften Zusammenarbeit von Alt-Schülerschaft und aktueller Schulgemeinde hinzuweisen.

Unter den herzlich begrüßten Gästen befanden sich wiederum Günther Fincke (Kriegsabiturientia 1941) – und auch Gisbert Maué (1949). Im Reigen der Semester-Salamander stach der 1969er-Jahrgang hervor, der mit 25 Mitgliedern von 35 noch lebenden Con-Abiturienten stark vertreten war. Die heute um die 70 Jahre alten Herren hatten sich bereits am Mittag in der Schule mit einem Leistungskurs Geschichte getroffen und mit den jungen Leuten über politische und schulische Fragen diskutiert. Ein „anspruchsvolles und bemerkenswertes Treffen“, wie es aus dem Kreis der Alten Herren hieß.

Rechtsstaatlichkeit und demokratische Gesinnung 

Ihr Sprecher Hermann-Ulrich Viskorf, Vize-Präsident des Bundes-Finanzhofes in München a. D., rückte den Dank an die Schule in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Mit dankbaren Blick auf die zurückliegenden Friedensjahrzehnte rief er dazu auf, den Frieden und die zugrunde liegende Rechtsstaatlichkeit auch künftig zu pflegen und zu bewahren.

Das 100. Semester zeigte sich zudem äußerst spendabel und sammelte 4400 Euro. Das Geld wird durch die Vereinigung der Alten Pauliner aufgestockt, sodass die Schule einen i-Pad-Koffer erwerben kann, mit dem digitaler Unterricht gefördert wird.

Den Schluss des Sprecherreigens bildete ein verlesenes Grußwort des wohl ältesten lebenden Pauliners: Walther Fincke (Abiturientia 1937) hatte gerade erst am Vortag in Würzburg seinen 101. Geburtstag gefeiert, wozu auch die Corona noch einmal donnernd applaudierte. Sein Wunsch: „Möge unsere Schola Paulina die nach dem Kriege so mühsam erworbene demokratische Gesinnung festigen und die Fähigkeit zu einer Sprache der Mitte, im Gegensatz zu einer der Extreme, fördern.“

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