Behandlung von Menschen mit Behinderung
Trotz Gesetzesänderung lassen Spezial-Praxen auf sich warten

Münsterland -

Was sollen Ärzte machen, wenn ihnen Patienten nicht sagen können, wo es gerade weh tut? Seit 2015 ist der Weg frei für Arztpraxen, die sich um Patienten kümmern, die zum Beispiel mit einer geistigen Behinderung leben. Doch bis heute gibt es im Münsterland noch keine einzige Praxis dieser Art. Von Stefan Werding
Dienstag, 09.04.2019, 06:30 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 09.04.2019, 06:30 Uhr
Ein Arzt behandelt im MZEB Wittekindshof in Bad Oeynhausen einen Patienten mit einer Behinderung. Im Münsterland entsteht solch eine Praxis erst im Juli.
Ein Arzt behandelt im MZEB Wittekindshof in Bad Oeynhausen einen Patienten mit einer Behinderung. Im Münsterland entsteht solch eine Praxis erst im Juli. Foto: Anja Kruse/Wittekindshof
Der 24-jährige Thomas ist eigentlich unkompliziert. Doch seit einem halben Jahr ist er unausstehlich. Der junge Mann mit einer geistigen Behinderung ist plötzlich schlecht gelaunt und aggressiv. Der Hausarzt hat nichts festgestellt. Wie auch? Thomas kann nicht sprechen. Das macht eine Diagnose schwierig. Thomas’ Leiden hätte früher beendet werden können.
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