Neue Projektionstechnik im LWL-Planetarium
Spektakuläre Premieren-Reise ins All

Münster -

Nach fünfwöchiger Umbauphase feiert das LWL-Planetarium mit neuer Projektionstechnik die Premiere seines neuen Programms „Exo – sind wir allein im All?“ Die neue Projektionstechnik ist nur der Auftakt für weitere Investitionen für spektakuläre Ausflüge ins All.

Donnerstag, 11.04.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 11.04.2019, 19:31 Uhr
Eine 1,2 Millionen Euro neue Projektionstechnik ermöglicht gestochen scharfe 360-Grad-Bilder, die in die Kuppel des Planetariums projiziert werden.
Eine 1,2 Millionen Euro neue Projektionstechnik ermöglicht gestochen scharfe 360-Grad-Bilder, die in die Kuppel des Planetariums projiziert werden. Foto: Matthias Ahlke

Der Betrachter scheint eins zu sein mit einem riesigen Strudel von Gesteinsbrocken, mit dem er um den Planeten Saturn kreist. Mit gestochen scharfen 360-Grad-Bewegtbildern ermöglichen die neuen Projektoren, die in den vergangenen Wochen im Planetarium des LWL-Naturkundemuseums eingebaut wurden, Rundflüge durchs Universum.

Die 1,2 Millionen Euro teure Projektionstechnik „ist jetzt auf den neuesten Stand“ und biete ein Bilderlebnis, wie es im deutschsprachigen Raum einmalig sei, unterstrich Museumsleiter Dr. Jan Ole Kriegs am Donnerstag.

Zehn statt sechs Projektoren

Statt bislang sechs werfen jetzt zehn Projektoren von der Galerie der riesigen Kuppel zehn Bilder an die Decke, die dort zu einem verschmelzen. Durch die neue Lasertechnik sind die Projektoren zudem leiser als ihre Vorgänger.

Einen ersten Eindruck können sich Besucher bei der Premiere der neuen Ausstellung „Exo – sind wir allein im All?“ am Freitagabend verschaffen. Ein preisgekröntes Programm mit beeindruckenden Naturaufnahmen, das in Montreal (Kanada) von Regisseur Sébastian Gauthier geschaffen wurde und in deutscher Fassung am LWL-Planetarium in Münster produziert wurde.

Neue Technik im Planetarium

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  • Mit gestochen scharfen 360-Grad-Bewegtbildern ermöglichen die neuen Projektoren des Planetariums Rundflüge durchs Universum.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Projektionstechnik wurde in den vergangenen Wochen für 1,2 Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Statt bislang sechs werfen jetzt zehn Projektoren von der Galerie der riesigen Kuppel Bilder an die Decke.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Bis 2022 sollen insgesamt 4,5 Millionen Euro in das Planetarium investiert werden – unter anderem in neue Audio-Technik und auch in eine neue Bestuhlung.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Hinter der Leinwand: Auch eine neue Projektionskuppel soll es bis 2022 geben.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Diesen Raum bekommen die Besucher nicht zu sehen.

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  • Dr. Jan Ole Kriegs (l.), Leiter des LWL-Naturkundemuseums, und Planetariumsleiter Dr. Björn Voss freuen sich über die neue Anlage.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Sehen Sie im Folgenden weitere Bilder aus dem Planetarium.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke

Als Sprecher wurde der Schauspieler Rufus Beck, der auch Harry-Potter-Hörbüchern seine Stimme gegeben hat, gewonnen. Zur Premiere wird er am Freitag nach Münster kommen.

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Weitere Termine für das neue Programm „Exo – sind wir allein im All“ gibt es vom 13. bis 30 April. Eintritt: 5,50 Euro Erwachsene, drei Euro Kinder. Nach der ausverkauften Premierenvorführung wird bei Bedarf eine weitere Aufführung um 21 Uhr angeboten, Reservierungen unter ' 0251/5916050. Hier können auch Karten für den Sondervortrag zum ersten Bild eines schwarzen Lochs am Dienstag (16. April) um 19.30 Uhr vorbestellt werden.

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Weitere Investitionen über 4,5 Millionen Euro

Die jetzige Investition in neue Projektionstechnik ist laut Kriegs nur der erste Schritt umfangreicher Sanierungsmaßnahmen. Bis 2022 sollen insgesamt 4,5 Millionen Euro in das Planetarium investiert werden – in neue Audio-Technik, eine neue Projektionskuppel und auch in eine neue Bestuhlung mit ansteigender Sitzordnung und integrierter Bühne für eine stärkere Einbindung von Vorträgen und Fragerunden, die laut Planetariums-Leiter Dr. Björn Voss das Programm ergänzen.

Das Ziel im Naturkundemuseum insgesamt: Die Verknüpfung von Ausstellungen und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Drei Fragen an Astrophysiker Dr. Tobias Jogler

Dr. Tobias Jogler arbeitet im LWL-Planetarium und hat seinen Forschungsschwerpunkt im Bereich rätselhafter Dunkler Materie im All.
Das Bild eines 55 Millionen Lichtjahre entfernten schwarzen Lochs sorgt derzeit für große Aufmerksamkeit. Wie weit reichen die Projektionsvorführungen des Planetariums?
Jogler: Wir dringen bis in Galaxien zwischen zehn und mehreren hundert Millionen Lichtjahren vor.
Wie reagieren Sie auf den Hype um schwarze Löcher?
Jogler: Wir werden am Dienstag (16. April) um 19.30 Uhr einen Sondervortrag dazu bieten und Fragen klären wie diese: Warum sind die Wissenschaftler so fasziniert? Wie wurde dieses Bild aufgenommen? Und was zeigt es, was wir vorher nicht wussten? Es bleibt spannend.
Was erhofft man sich noch?
Jogler: Noch schärfere, feinere Bilder und Antworten u.a. darauf, wie weit der Schatten des schwarzen Lochs vom umgebenden Ring entfernt ist. Zum Thema schwarze Löcher konzipieren wir derzeit ein neues Planetariumsprogramm, die im Juli Premiere feiern wird.

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