Stiftung Hospizarbeit überträgt 60 000 Euro
Neue Aussichten für Hospize

Münster -

Zwei Jahre nach der Auflösung der Stiftung Hospizarbeit wird nun das Stiftungskapital den drei Institutionen der Hospizarbeit in Münster neue Perspektiven ermöglichen.

Samstag, 13.04.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 14.04.2019, 17:52 Uhr
Vorfreunde auf neue Möglichkeiten (v.l.): Dr. Hermann Erbslöh und Antonius Witte aus dem Vorstand der Hospizbewegung Münster mit dem ehemaligen Stiftungsvorstand Prof. Dr. Clemens Adam sowie Franz-Josef Dröge (Hopsiz Lebenshaus).
Vorfreunde auf neue Möglichkeiten (v.l.): Dr. Hermann Erbslöh und Antonius Witte aus dem Vorstand der Hospizbewegung Münster mit dem ehemaligen Stiftungsvorstand Prof. Dr. Clemens Adam sowie Franz-Josef Dröge (Hopsiz Lebenshaus). Foto: Henrike Kelsch

In einem Pressegespräch am Donnerstag klärte der ehemalige Stiftungsvorstand, Prof. Dr. Clemens Adam, mit Vertretern der drei Hospiz-Institutionen über die Finanztransaktion auf. Das Stiftungskapital im Wert von 60 000 Euro kommt nun in gleichen Anteilen der Hospizbewegung Münster e.V., dem Hospiz Lebenshaus Münster und dem Johannes-Hospiz zu Gute.

Die Hospizbewegung Münster e.V. freut sich zudem darüber, die Veranstaltungsreihe „Heiße Eisen“ zukünftig auszurichten, welche seit Jahren Aufklärung rund um die Themen „sterben“, „Tod“ und „Trauer“ leistet. „Es ist uns ein großes Anliegen diese Themen aus der Tabu-Zone zu heben“, betont Dr. Hermann Erbslöh, Vorstandsvorsitzender der Hospizbewegung Münster. Sterben und Traunern sei nun einmal ebenfalls Teil des Lebens.

Die beiden Hospize in Münster werden ihren Kapitalanteil zur Deckung der Betriebskosten einsetzen. „Unsere Ressourcen sind mehr vor Ort gebunden“, erklärt Franz-Josef Dröge, Geschäftsführer des Lebenshauses.

Darüber hinaus sei die Organisation von Benefizaktionen für Hospiz-Institutionen besonders entscheidend, um Spender und freiwillige Mitarbeit zu werben. „Ehrenamtliches Engagement ist ein wesentlicher Bestandteil der Hospizarbeit“, erläutert Adam und spricht dabei aus trauriger Erfahrung: Die Stiftung Hospizarbeit in Münster löste sich 2017 unter anderem aufgrund von Personalmangel und fehlender Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer auf. 15 Jahre lang machte die Stiftung mit Projekttagen und Vorträgen auf die Themen Sterben und Tod aufmerksam. „So einfach stirbt man nämlich nicht“, bemerkt Adam.

Er möchte sein Wissen und Engagement weiterhin in die Hospizarbeit einbringen.

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