„Exo - Sind wir allein im All?“: Premiere im Planetarium
Auf zu neuen Welten

Münster -

Der preisgekrönte 360-Grad-Film „Exo - sind wir allein im All?“ zeigt mit spektakulären Bildern die neueste Forschung zu Exoplaneten. Wie kann man solche Planeten aufspüren, ohne sie direkt zu sehen? Und wo wäre Leben möglich? Der Film zeigt es.

Sonntag, 14.04.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 12:00 Uhr
Wie von Forschungs-Observatorien aus Exoplaneten im All aufgespürt werden können, verfolgen die Zuschauer in dem 360-Grad-Film in spektakulären Aufnahmen mit.
Wie von Forschungs-Observatorien aus Exoplaneten im All aufgespürt werden können, verfolgen die Zuschauer in dem 360-Grad-Film in spektakulären Aufnahmen mit. Foto: Matthias Ahlke

Es ist eine Reise mit außergewöhnlichen Kontrasten. Sie führt zu majestätisch in Zeitlupe dahingleitenden Vögeln in die Lüfte, in die üppige Tier- und Pflanzenwelt auf dem Boden, zu spektakulär ausgeleuchteten Kreaturen in der Tiefsee und schließlich weit hinaus ins All zu fernen Planetensystemen.

Gebannt verfolgten am Freitagabend rund 250 Gäste, darunter Vertreter aus Politik und Verwaltung, die Premierenvorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ im wieder eröffneten Planetarium.

Ich möchte das Leben feiern.

Regisseur Sébastien Gauthier

Zur Uraufführung der deutschen Fassung des preisgekrönten Films war Regisseur Sébastien Gauthier extra aus Kanada angereist, um seine Intention zu erklären. „Ich möchte das Leben feiern.“ Es gehe nicht nur um Sachfragen, sondern auch darum, was es für das Leben auf der Erde bedeuten würde, wenn es auch dort draußen im All Leben geben sollte. Oder wie es im Film heißt: „Wir stehen am Beginn eines neuen ökologischen Bewusstseins, einer galaktischen Ökologie.“

Rund 4000 Exoplaneten wurden seit den 1990er-Jahren entdeckt, also Planeten, die um sonnenähnliche Sterne kreisen. Doch wie können Astrophysiker solche Exoplaneten aufspüren und feststellen, ob dort Leben möglich ist?

Die Planetariumsbesucher blicken aus der Perspektive des Observatoriums auf dem 4200 Meter hohen Vulkan Mauna Kea auf Hawaii ins All – dort, wo erstmals Exoplaneten beobachtet wurden. Beispielsweise der 160 Lichtjahre von der Erde entfernte Osiris, der seinen Stern in dreieinhalb Tagen umkreist. Leben ist auf dem Gasplaneten allerdings nicht möglich – bei 800 Grad Celsius ist es viel zu heiß.

Nachweise ohne direkte Sicht

Viele Exoplaneten haben die Forscher durch Methoden nachgewiesen, ohne die Exoplaneten selbst direkt zu sehen. Beispielsweise aufgrund des leichten Wackelns von Sternen, wenn Exoplaneten sie umkreisen. Auch das regelmäßige Auftreten von Verdunklung ist ein Zeichen dafür, dass ein solcher Planet existiert.

Die Zuschauer rasen in Lichtgeschwindigkeit durch die Milchstraße oder finden sich in dem 360-Grad-Film unversehens mitten im weltgrößten beweglichen Radioteleskop im US-Staat Virginia wieder, das Radiowellen aus dem All misst.

Dass solch brillante Projektionen unter der Kuppel möglich sind, und „dieses Planetarium eines der besten in Europa ist“, so Barbara Rüschhoff-Parzinger, Landesrätin für Kultur beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe, verdanke es auch den Investitionen durch den aktuellen Museumsentwicklungsplan.

Und natürlich dem besonderen Engagement der Experten vor Ort. Eine Kostprobe gibt Planetariumsleiter Dr. Björn Voss am Ende der Vorführung. Er demonstriert anschaulich am Sternenhimmel Beispiele für die aktuelle Exoplaneten-Forschung.

Planetarium-Premiere: Auf der Suche nach Leben im All

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  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger

    Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Der Regisseur des Films, Sébastien Gauthier, erklärte seine Intention.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
  • Rund 250 Besucher erlebten die Premiere der neuen Planetariums-Vorstellung „Exo – sind wir allein im All?“ Foto: Matthias Ahlke
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